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Erzhäuser Gesundheits- und Pflegetag
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Gesundheit menschlich denken 

Beim vierten Erzhäuser Gesundheits- und Pflegetag wurde schwerpunktmäßig über die Behandlung von Schmerzen gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass Gesundheit nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich gedacht werden muss. 
AutorKontaktPZ
Datum 18.05.2026  15:45 Uhr

Am 9. Mai fand der vierte Erzhäuser Gesundheits- und Pflegetag unter dem Motto »Wenn Schmerz den Alltag bestimmt. Gemeinsam Wege finden« statt. Laut einer Pressemitteilung standen dabei unter anderem Fibromyalgie, Long Covid, ME/CFS, Polyneuropathie und weitere Beschwerdebilder im Fokus. 

Die Gäste wurden von Heike Hofmann (Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales), Christel Sprößler (Sozial- und Jugenddezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg), Claudia Lange, (Bürgermeisterin der Gemeinde Erzhausen) sowie Nojan Nejatian (Gründer des Erzhäuser Gesundheits- und Pflegenetzwerks und Inhaber der Heegbach Apotheke & Sanitätshaus Erzhausen) begrüßt. In ihren Ansprachen machten sie deutlich: Gesundheit, Pflege und Versorgung sind nicht nur fachliche Aufgaben, sondern auch eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung. Gerade vor Ort enntstünden die Verbindungen, die Menschen stärken, entlasten und ihnen Orientierung geben.

Nach Angaben der Organisatoren stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. Viele Stände und aktive Angebote hätten das Thema Gesundheit erlebbar gemacht. Das Sanitätshaus der Heegbach Apotheke zeigte beispielsweise Möglichkeiten rund um Bewegung, Entspannung und Hilfsmittel.

Schmerzpatienten kommen selbst zu Wort 

Ein besonderer Schwerpunkt lag demnach auf der Verbindung von Fachwissen und persönlichen Perspektiven. In Vorträgen und Gesprächsrunden wurde erklärt, was chronischer Schmerz bedeutet, welche medizinischen und therapeutischen Ansätze eine Rolle spielen und wie wichtig es ist, Betroffene nicht auf ihre Symptome zu reduzieren. Dabei kamen auch die Menschen zu Wort, die selbst mit chronischen Schmerzen leben. Ihre Offenheit gab dem Thema ein Gesicht und machte sichtbar, was im Alltag oft unsichtbar bleibt.

»Dieser Tag hat gezeigt, wie wichtig es ist, Gesundheit nicht nur medizinisch zu denken, sondern menschlich, vernetzt und alltagsnah«, erklärt Nojan Nejatian. »Wenn Fachwissen, Erfahrung, Ehrenamt, Pflege, Versorgung und persönliche Begegnung zusammenkommen, entsteht echte Unterstützung vor Ort.« Der Gesundheits- und Pflegetag habe gezeigt, wie viel Kraft in regionaler Zusammenarbeit liegt. Für den Apotheker ist ein Gesundheitsnetzwerk mehr ist als ein Zusammenschluss von Akteuren. Es sei ein Raum, in dem Menschen einander wahrnehmen, unterstützen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

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