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Webkongress

Pharmacon@home ist eröffnet

»Wer nicht aufbricht, kann auch nichts Neues erleben.« Damit eröffnete Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), die Webinar-Reihe pharmacon@home. Sie findet anstelle des Pharmacon Meran statt, der aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden musste.
Brigitte M. Gensthaler
08.06.2020  09:26 Uhr
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Auch wenn aktuell Reisen nach Südtirol wieder möglich sind, sei es angesichts des Infektionsrisikos nicht sinnvoll und vertretbar, eine so große Gruppe von Apothekern, also eine wichtige systemrelevante Berufsgruppe, zu einer Präsenzveranstaltung zusammenzubringen, sagte Kiefer zum Auftakt des virtuellen Kongresses. Der BAK-Präsident würdigte ausdrücklich die hohe Leistung der Apotheker und die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung in der Pandemiezeit. Dies komme bei den Menschen gut an. Er gehe fest davon aus, dass diese Leistung bei Politikern nicht nur zu Dankesschreiben führe, sondern auch dazu, die Folgen des EuGH-Urteils aktiv anzugehen und die Gleichpreisigkeit von rezeptpflichtigen Arzneimitteln wiederherzustellen.

»Ja, wir können Arzneimittelversorgung!« Auch in Anerkennung der naturwissenschaftlichen Leistung der Apotheker und ihrer Teams werde der pharmacon@home kostenlos angeboten. In fünf Vorträgen werden Themen rund um Coronaviren und die Pandemie sowie neue Arzneistoffe behandelt. Verantwortlich für die Inhalte ist der Wissenschaftliche Beirat der BAK. Das kurz nach Absage der Präsenzveranstaltung entworfene Format pharmacon@home mit 1000 online-Teilnehmerplätzen war sehr schnell ausgebucht. Die gute Nachricht: Die Vorträge werden aufgezeichnet und allen Interessierten vom 13. bis 22. Juni kostenlos auf der Kongress-Website www.pharmacon.de zur Verfügung gestellt.

Im kommenden Jahr soll es wieder Präsenz-Kongresse geben, kündigte Kiefer an: Pharmacon Schladming vom 17. bis 22. Januar und Pharmacon Meran vom 30. Mai bis 4. Juni 2021.

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