| Theo Dingermann |
| 02.09.2026 18:00 Uhr |
Die drei Todesfälle treffen das Feld deshalb in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Novartis untersucht nun nach eigenen Angaben gemeinsam mit unabhängigen Sicherheitsgremien und den Zulassungsbehörden die Ereignisse. Dabei dürfte es nicht nur darum gehen, ob Rap-cel grundsätzlich weiterentwickelt werden kann.
Entscheidend wird sein, Risikofaktoren für IEC-HS zu identifizieren und gegebenenfalls Monitoring, Patientenselektion und frühe therapeutische Interventionen anzupassen. Für IEC-HS existieren inzwischen Behandlungsstrategien, unter anderem mit Anakinra und Corticosteroiden. Bei schweren Verläufen kommen weitere immunsuppressive Ansätze infrage.
Der aktuelle Studienhalt ist daher weniger als Krise der CAR-T-Technologie insgesamt zu interpretieren denn als Warnsignal für ihre Expansion in neue Indikationsgebiete. Rap-cel verkörpert dabei exemplarisch das Dilemma der nächsten CAR-T-Generation: Eine Technologie, die T-Zellen möglichst jung, proliferationsfähig und potent halten soll, könnte eine außergewöhnlich starke therapeutische Wirkung ermöglichen. Diese biologische Potenz muss jedoch kontrollierbar bleiben.