Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz würdigt die Zusammenarbeit mit Nina Warken und gratuliert Carsten Linnemann zu seinem Amtsantritt (alle CDU). Auch der gesundheitspolitische Sprecher der SPD äußerte sich dazu. / © Imago/NurPhoto
Das Bündnis 90/Die Grünen warnt davor, dass mit Linnemann eine weitere fachfremde Person das Ressort übernimmt und wertvolle Zeit für die Einarbeitung verloren geht. Die Linke bezeichnet Linnemann als »sozialpolitischen Hardliner« und spricht von einer »schlechten Nachricht« für die Patientinnen und Patienten.
Die mitregierende SPD sieht das anders. So wünscht der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Christos Pantazis, »für diese verantwortungsvolle Aufgabe eine glückliche Hand, Kraft und Erfolg«. Mit der Übernahme beginne ein neues Kapitel in der Gesundheitspolitik. »Die Herausforderungen dulden keinen Aufschub«, schreibt Pantazis auf Instagram. Er zählt die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, die anstehende Pflegereform sowie die Notfall- und Rettungsdienstversorgung dazu. Der SPD-Politiker bedankt sich auch bei Warken für die Zusammenarbeit. »Für Ihre neue Aufgabe wünsche ich von Herzen viel Erfolg und alles Gute.«
Auch die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) bedankt sich bei Warken für die Zusammenarbeit, die »von großem Vertrauen geprägt« war. In einer Pressemitteilung ihres Ministeriums wird sie als »verlässliche Partnerin« bezeichnet und ihr Wechsel als »Ausdruck ihrer zuverlässigen Arbeit in herausfordernden Zeiten« gewürdigt.
Stolz erklärte, sie habe Warken als Ministerin erlebt, die zuhöre, hart verhandle und auch nachgesteuert habe, wenn es die Sache erforderte. Sie sei mehrfach in Hessen gewesen und habe sich vor Ort ein eigenes Bild gemacht. »Das war nie Politik vom Schreibtisch aus«, so Stolz. Warken hatte während ihrer Zeit als Gesundheitsministerin auch mehrfach Apotheken besucht, zuletzt in Magdeburg.
Auch Stolz gratuliert Linnemann. Sie wünscht ihm in »bewegten Zeiten« einen »guten Start und eine erfolgreiche Hand«.