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Coronavirus-Tests

Nicht alle Schnelltests werden für Laien freigegeben

Die ABDA begrüßt den Vorstoß des BMG: »Corona-Schnelltests für Privatpersonen sind eine vernünftige Ergänzung der Teststrategie im Kampf gegen die Pandemie«, erklärte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening. Allerdings betonte sie auch: »Die beste Variante ist und bleibt weiterhin, einen Corona-Schnelltest von einem kompetenten Heilberufler durchführen und auswerten zu lassen. Dies ist auch deswegen wichtig, damit der Meldeweg an die Gesundheitsämter schnell und sicher verläuft. Wenn sich aber zusätzlich nun auch Privatpersonen selbst testen können, weil es genügend geeignete Tests gibt, sollten wir als Gesellschaft diese Chance auch nutzen.« Sie betonte auch nochmal, dass Apotheken bereits seit einigen Wochen Antigentests anbieten können

Klar ist: Sollte die Änderung der MPAV bereits in den kommenden Tagen in Kraft treten, wird es zunächst keine verfügbaren Tests geben, die Apotheken an Laien verkaufen dürfen. Denn diese Tests müssen erst noch auf den Markt gebracht werden oder vom Hersteller mit einem entsprechenden CE-Kennzeichen zur Eigenanwendung zertifiziert werden. Dies hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag vor der Bundespressekonferenz betont. Mit der entsprechenden Zertifizierung soll Spahn zufolge sichergestellt werden, dass die Selbsttests auch von Laien durchgeführt werden können. Ob der Nasen- oder Rachenabstrich, der für die zurzeit meist üblichen Antigentests benötigt wird, ebenfalls von Laien durchgeführt werden kann, ist umstritten. Mit dem Verordnungsentwurf bleibt es jedoch unwahrscheinlich, dass auch im privaten Bereich künftig Abstriche durchgeführt werden.

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