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Arzneimittelstrategie für Europa
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Neue Ansätze zur Preisbildung bei Medikamenten

Erschwingliche Arzneimittelpreise und ein besserer Zugang zu neuen Medikamenten: Im Zuge der geplanten EU-Gesundheitsunion hat die EU-Kommission nun ihre Pharmastrategie vorgelegt. Sie soll lang bekannte Schwächen in der Arzneimittelversorgung angehen, ist aber auch eine Reaktion auf die in der Coronavirus-Pandemie deutlich gewordenen Defizite beim Umgang Europas mit grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 25.11.2020  17:04 Uhr

Europäische Apotheker loben die EU-Strategie

Lob kommt hingegen von dem europäischen Apothekerverband PGEU. »Wir denken, dass die geplanten Maßnahmen dabei helfen werden, Patienten einen sicheren und erschwinglichen Zugang zu Arzneimitteln zu garantieren und die europäischen Gesundheitssysteme zu entlasten«, heißt es in einem Statement.

Die europäische Pharmaindustrie gilt als Schlüsselsektor. Insgesamt beschäftigt die Branche rund 800.000 Mitarbeiter und investierte im vergangenen Jahr 37 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Nach den USA ist die EU weltweit der zweitgrößte Absatzmarkt für Arzneimittel. Im Jahr 2018 beliefen sich die Ausgaben für Medikamente auf etwa 190 Milliarden Euro; hinzu kommen die Kosten für Arzneimittel in Kliniken.  Jährlich werden in der EU im Durchschnitt 60 neue Arzneimittel für den europäischen Markt zugelassen. 

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