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Europäischer Apothekerverband

Arnold zum Vizepräsidenten des ZAEU gewählt

ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold wird im kommenden Jahr gemeinsam mit Alain Delgutte, Vorstand der französischen Apothekerkammer, die Interessen der europäischen Apotheker vertreten. Die frisch gewählte Spitze will in Brüssel drängende Probleme der Apotheker auf europäischer Ebene angehen. Arnold übernimmt die Vizepräsidentschaft.
Cornelia Dölger
19.11.2020  13:30 Uhr

Bei der virtuellen Generalversammlung des europäischen Apothekerverbands wurde Arnold einstimmig zum Vizepräsidenten im Zusammenschluss der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) gewählt. Arnold ist zudem Leiter der Europadelegation der ABDA. Der europäische Apothekerverband ZAEU vertritt in Brüssel die Interessen von mehr als 400.000 Apothekern aus mehr als 30 europäischen Ländern.

Arnold kündigte nach seiner Wahl an, er werde seine Amtszeit dazu nutzen, den gesellschaftlichen Wert sowie die heilberufliche Kompetenz der lokalen Apotheken in ganz Europa herauszustellen. Dafür werde er eng mit dem neu gewählten PGEU-Präsidenten Alain Delgutte zusammenarbeiten. Als französisch-deutsches Tandem gelte es, die besonderen Herausforderungen zu meistern, vor die die Coronavirus-Pandemie Europa stellt, sagte Arnold laut einer PGEU-Mitteilung. Gleichzeitig dürften andere wichtige Fragen der europäischen Gesundheitspolitik nicht zu kurz kommen.

Verantwortung für Millionen von Menschen

Im kommenden Jahr gelte es weiterhin, die Zukunft der Apotheken weiter zu gestalten und zu sichern. Nach wie vor stellten etwa Lieferengpässe für die Apotheker ein gravierendes Problem dar. Diese und weitere Herausforderungen zu artikulieren sei eine drängende Aufgabe der Apotheker; schließlich liege die Gesundheit von Millionen von Menschen in Europa auch in ihrer Verantwortung.

»Gemeinsam mit unseren französischen Kollegen können wir deutschen Apotheker die Interessen des gesamten Berufsstandes noch besser gegenüber Kommission, Parlament und Ministerrat in Brüssel vertreten“« sagte Arnold in einer Mitteilung der ABDA. Im Zuge der Corona-Pandemie zeige sich die »Stärke der Apotheken vor Ort, die immer nach der besten Versorgungslösung im lokalen Umfeld suchen«. Subsidiarität sei gerade im Gesundheitswesen ein elementares Prinzip. »Nationale Entscheidungskompetenz sollte hier nicht reflexhaft den europäischen Binnenmarktprinzipien untergeordnet werden«, so Arnold.

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