Das Unternehmen »Blood Club« möchte eine junge Zielgruppe für das Blutspenden begeistern. / © Adobe Stock/littlebell
Laut dem Unternehmen können sich rund 60 Prozent der Menschen vorstellen, Blut zu spenden. Regelmäßig tun dies jedoch nur etwa drei Prozent. Gerade bei den Jüngeren gehen die Zahlen seit Jahren zurück, wie auch DRK-Präsident Hermann Gröhe im PZ-Interview erklärte. »Der Blood Club will diese ›Spendenmauer‹ durchbrechen«, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung. Deshalb habe man eine Blutspende-Community ins Leben gerufen.
Die Plattform setzt auf Aktivierungs- und Belohnungsmodelle, um Menschen dazu zu animieren, Blut zu spenden. Unterstützt werden soll dies durch eine Smartphone-App, die Spendenwillige zusammenbringen soll, eine Modekollektion sowie Community-Partys zum »gemeinsamen Feiern und Austausch«. Zudem hat der Blood Club gemeinsam mit der Berliner Brauerei Lemke eine eigene Biermarke namens »Blood Hell« entwickelt.
»Wir wollen mit dem Blood Club eine Brücke bauen: Wir digitalisieren den Prozess, vereinfachen den Zugang über unsere App und erzeugen aus dem Blutspenden ein starkes, emotionales Gemeinschaftsgefühl«, so Blood-Club-Gründer Kai Jonas. »Klassische Werbeappelle, die auf Pflichtgefühl oder Schuldgefühle setzen, erreichen die junge Zielgruppe heute nicht mehr«, ergänzt Blood Club Co-Gründer Christoph Korittke. »Durch Gamification, Team-Challenges und sichtbare Identifikation machen wir aus anonymen Spendern echte ›Blood-Buddys‹.«
Mit einem Schwerpunktheft hat die PZ selbst auf das wichtige Thema Blutspenden aufmerksam gemacht. Unter anderem wurde die Rolle der Apotheken beim Blutspenden sowie der Umgang mit Hämophilie-Patientinnen und -Patienten beleuchtet. Darüber hinaus wurden medizinische und pharmazeutische Themen behandelt, beispielsweise wie der Körper auf Blutspenden reagiert, wie sich das Blutbild durch Arzneimitteltherapien ändern kann und was Patientinnen und Patienten eigentlich mit »Blutverdünner« meinen.