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Reichinnek
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»Mieses Gesetz« soll niemals kommen

Immer höhere Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung sollen unter Kontrolle kommen. Für ein geplantes Spargesetz wird es jetzt ernst. Union und SPD schöpfen ihren Zeitplan dafür nun voll aus. Die Linke hingegen will das Gesetz komplett streichen.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 19.06.2026  11:25 Uhr
Beitragszahler schon in »Vorleistung«

Beitragszahler schon in »Vorleistung«

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, es räche sich, dass die Ministerin Entwürfe einbringe, die intern nicht mehrheitsfähig seien. Das sorge für maximale Verunsicherung. Der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) warnte davor, das Verfahren weiter zu verschleppen und geplante Sparmaßnahmen zu zerreden.

Vor der Anhörung im Gesundheitsausschuss bringen sich Branchenverbände und Patientenvertreter mit Forderungen in Stellung. Auch die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder äußern Bedenken gegenüber dem neuen Gesetz. Die Verbraucherzentralen monieren unausgewogen hohe Belastungen für Patienten. »Das kommt anderen Akteuren zugute, allen voran dem Bundeshaushalt, den Leistungserbringern und der pharmazeutischen Industrie«, heißt es in einer Stellungnahme. Verpasst werde die Chance, Patienten neben Einschnitten auch positive Aussichten zu vermitteln, etwa sinkende Beitragssätze oder eine bessere Versorgung.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen lehnt weitere Belastungen für Versicherte und Arbeitgeber ab. Durch die Anhebungen der Zusatzbeiträge von 2024 bis 2026 seien sie bereits mit 49 Milliarden Euro in Vorleistung getreten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt in ihrer Stellungnahme: »Wartezeiten auf ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen werden sich auch in dringenden Fällen und Behandlungsanlässen verlängern.«

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