| Alexandra Amanatidou |
| 24.06.2026 17:20 Uhr |
Doch nicht nur der Bundeskanzler musste sich den Fragen der Abgeordneten stellen. Auch der Staatssekretär im BMG, Tino Sorge (CDU), vertrat heute Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Zentrales Thema war dabei »Prävention«, die laut Koalitionsvertrag vorangetrieben werden soll. Dabei sollen auch Apotheken eine größere Rolle spielen.
Sorge, befragt von Grünen-Abgeordneten Johannes Wagner, sagte, dass 686 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen ausgeben werden. Früherkennungsuntersuchungen und Schutzimpfungen seien davon jedoch ausgeschlossen. »Wir stärken die Prävention, stellen Mittel zur Verfügung und nehmen auch eine Strukturreform vor«, sagte Sorge.
Sorge verteidigte die Pläne der Bundesregierung, die Zucker- und Tabaksteuer zu erhöhen und eine gesunde Ernährung in die Lebenswirklichkeit der Menschen zu integrieren sowie das Informationsangebot zu erweitern. Eine weitere Abgeordnete der Grünen, Linda Heitmann, sprach das Thema Prävention bei Alkoholabhängigkeit an, während Ingo Hahn (AfD) das Thema Bürokratie ansprach. Auch hier sieht der Staatssekretär die Notwendigkeit, Aufklärungsangebote zu verbessern und diese niedrigschwellig zu gestalten.
Janosch Dahmen, Julia Schneider und Johannes Wagner (alle Bündnis 90/Die Grünen) stellten Fragen zu den Hitzeschutzplänen der Bundesregierung. Sorge betonte, dass im Rahmen der Krankenhausreform Sanierungen bei den Kliniken vorgesehen sind, bei denen auch die Klimakrise berücksichtigt wird. Was die akute Hitzewelle angeht, die dieses Wochenende in Deutschland spürbar sein wird, sagte er: »Letztendlich sollten wir gegenseitig aufeinander achten.« Gleichzeitig gab er Tipps, wie man sich schützen kann, beispielsweise indem man ausreichend Wasser trinkt und sich im Schatten aufhält.
Merendino sprach auch den Eklat mit der Gesundheitsministerin am Tag der offenen Tür an. Daraufhin antwortete Tino Sorge, dass die aktuelle Diskussion sehr kontrovers geführt werde. »Das liegt aber auch daran, dass wir strukturelle Maßnahmen im System vornehmen müssen, um es leistungsfähig zu halten.«