(v. l. n. r.) Andree Haack, Beigeordneter der Stadt Köln, Thomas Preis, Präsident der ABDA, und Georg Kippels (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), auf dem Frühjahrsempfang des Apothekerverbandes Köln. / © AVNR
Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Apotheken vor Ort fand der Frühjahrsempfang des Apothekerverbandes Köln statt.
Wie der Verband berichtet, mahnte Andree Haack, Beigeordneter der Stadt Köln für das Dezernat Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales, insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel dringenden politischen Handlungsbedarf an. Denn nicht nur die Kölner Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine sichere und wohnortnahe Arzneimittelversorgung, sondern auch die Stadt Köln. »Dass es Sie gibt, lange und möglichst viele«, müsse weiterhin sichergestellt sein, so Haack, und sicherte in diesem Zuge die Unterstützung der Stadt zu.
Laut der Pressemitteilung hatte zuvor auch Thomas Preis, ABDA-Präsident und Vorsitzender des Apothekerverbandes Köln, in seiner Begrüßungsansprache auf die wirtschaftliche Situation der Apotheken Bezug genommen und verwies dabei auf die weiterhin hohe Schließungswelle von Vor-Ort-Apotheken. Allein in der Stadt Köln gebe es nur noch rund 200 Apotheken und damit 30 Prozent weniger Betriebsstätten als noch im Jahr 2010.
Das neulich im Bundestag verabschiedete Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) werde die Rolle der Apotheken bei der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger zwar stärken, so Preis. Um das Apothekensterben zu stoppen, werde jedoch dringend die versprochene Fixumserhöhung auf 9,50 Euro benötigt.
Der ABDA-Präsident kritisierte die vorgesehene Erhöhung des Kassenabschlags pro rezeptpflichtiger Packung von 1,77 auf 2,07 Euro. Damit gehe man nach kleinen Schritten nach vorne jetzt wieder entscheidend zurück bei der Apothekenstärkung. Die Apothekerschaft werde das GKV-Spargesetz in der jetzt beginnenden parlamentarischen Phase sehr kritisch begleiten.
Insbesondere nach dem ApoVWG und vor dem Hintergrund der Primärversorgung wolle man den heilberuflichen Austausch mit der Ärzteschaft weiter stärken.