Pharmazeutische Zeitung online
Politischer Live-Talk der Gehe

Kassen sollten für heilberufliche Kompetenz zahlen

Nicht nur der Apothekenmarkt verändert sich. Auch der pharmazeutische Großhandel musste in den vergangenen Jahren enorm investieren, um die gestiegenen Qualitätskriterien erfüllen zu können. Seit dem Jahr 2012 seien zwar die Kosten immer weiter gestiegen, Anpassungen beim Festzuschlag habe es aber nicht gegeben, bemängelte Gehe gestern Abend in Berlin. Derzeit erhalten die Großhändler pro Packung 70 Cent plus einer prozentualen Marge von 3,15 Prozent, die allerdings gedeckelt ist.

Hennrich will den Großhandel mithilfe eines grundsätzlichen Strukturwandels fit für die Zukunft machen. Seiner Ansicht herrscht eine Schieflage zwischen Logistik und Lagerhaltung. Durchschnittlich hat ein deutscher Großhandel nach Angaben von Gehe permanent 105.000 Produkte vorrätig und beliefert eine Apotheke bis zu fünf Mal am Tag. Eine Modernisierung in diesem Bereich steht auch auf der Agenda von Schulz-Asche. Deutlich zurückhaltender äußerte sich dagegen Aschenberg-Dugnus bei diesem Thema. Eine Vergütungsanpassung, die etwa an die Inflationsrate gekoppelt ist, hält die FDP-Politikerin für falsch. Handlungsbedarf haben die Abgeordneten offenbar erkannt. Hennrich kritisierte aber die bis dato mangelnde Diskussionsbereitschaft der Großhändler. Das solle sich ändern, versprach die Gehe gestern.

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