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Bürokratie im Gesundheitswesen
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Kabinett beschließt Digitalgesetz

Das Bundeskabinett hat das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) beschlossen. Das Gesetz soll Bürokratie abbauen und gleichzeitig die digitale Transformation des Gesundheitssystems vorantreiben. Künftig sollen die Apotheken die Versicherten bei der ePA-Nutzung unterstützen.
AutorKontaktPZ
Datum 15.07.2026  11:40 Uhr
Datum Aktualisiert am 15.07.2026  14:20 Uhr
Kabinett beschließt Digitalgesetz

Das Bundeskabinett hat am 15. Juli 2026 den Entwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung für Versicherte und Leistungserbringer stärker in die Versorgung zu bringen und die Möglichkeiten zur Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung, Innovation und Versorgung weiter zu verbessern.

»Die Zukunft unseres Gesundheitswesens ist digital und vernetzt«, betont Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in einer Mitteilung. »Die Nutzung digitaler Anwendungen soll sowohl für Leistungserbringer als auch für Versicherte zu einer Selbstverständlichkeit werden. Grundvoraussetzung dafür sind stabile Systeme und eine elektronische Patientenakte, die auch für Personen ohne Krankheitsgeschichte attraktiv ist.« Das neue Gesetz lege hierfür die Grundlage.

Erster Schritt zum Primärversorgungssystem

Außerdem schaffe das GeDIG die Grundlage für das geplante Primärversorgungssystem und ermögliche Dinge wie die Erst- beziehungsweise Bedarfseinschätzung, die elektronische Überweisung und die digitale Terminplattform. »Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Gesundheitsdaten breiter, sicher und verantwortungsvoll genutzt werden können. So verbessern wir die Qualität der Versorgung, entlasten die Beschäftigten im Gesundheitswesen und schaffen neue Chancen für Prävention, Forschung und medizinische Innovation«, so die Ministerin.

Nach Aussage des BMG greift der Gesetzentwurf zahlreiche Punkte aus dem Koalitionsvertrag und der weiterentwickelten Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege »Gemeinsam Digital 2026« auf. Dazu sind Maßnahmen in nahezu allen digitalisierungsrelevanten Themenbereichen vorgesehen. Insgesamt soll so eine jährliche Entlastung von rund 445 Millionen Euro erreicht werden.

Außerdem sollen neue Digitalanwendungen und eine bessere Datennutzung die Versorgung verbessern. Ein erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, Prävention durch bessere Informationen über passende Gesundheitsangebote zu stärken. Dafür soll es beispielsweise vereinfachte Einladungen zu Krebsfrüherkennungsprogrammen und die frühzeitige Erkennung individueller Gesundheitsrisiken geben.

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