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Erkrankungen des Urogenitaltrakts

09.02.2004  00:00 Uhr
Pharmacon Davos 2004

Erkrankungen des Urogenitaltrakts

von Christiane Berg, Kerstin A. Gräfe und Hartmut Morck, Davos

Erkrankungen des Urogenitaltraktes spielen auf Grund ihrer vielfältigen medikamentösen Therapie eine bedeutende Rolle im Apothekenalltag. Für viele Apotheker Motivation genug, an der 34. Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer „Erkrankungen des Urogenitaltrakts und ihre medikamentöse Behandlung“ in Davos teilzunehmen.

Trotz der aktuellen gesundheitspolitischen Situation infolge des GKV-Modernisierungsgesetzes war erfreulicherweise der Fortbildungswille der Apotheker ungebrochen. So lockte das Thema der 34. Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer „Erkrankungen des Urogenitaltrakts und ihre medikamentöse Behandlung“ rund 1200 Teilnehmer nach Davos.

In 15 Vorträgen wurden neben grundlegenden Aspekten der medikamentösen Behandlung die Fortschritte auf dem Arzneimittelsektor und die neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt. Die sehr praxisorientierten Vortragsthemen informierten umfassend über ein Spektrum von Erkrankungen des Urogenitaltrakts. So vermittelten sie das nötige Wissen für ein fundiertes Beratungsgespräch zu den Themen Erkrankungen der Niere, benignes Prostatasyndrom, erektile Dysfunktion sowie Hormonersatztherapie und Harninkontinenz.

Professor Dr. Dr. Dr. h. c. Walter Schunack, Berlin, und Professor Dr. Thomas Weinke, Potsdam, der die Nachfolge von Professor Dr. Dr. Ernst Mutschler antrat, führten als Moderatoren souverän durch das Programm.

Für viele Kollegen längst unverzichtbar sind die Nachgespräche, die zu einer zusätzlichen Lehrstunde werden und oft erst das volle Verständnis für die Materie vermitteln. Zudem werden diese Diskussionsrunden von den Teilnehmern intensiv dazu genutzt, Fragen aus der Praxis an die Experten zu stellen und kompetente Antworten zu bekommen.

Neben den Vorträgen wurden die vier Seminare „CAVE – Automatische Risiko-Checks in der Arzneimittelberatung“, „Scout-Funktion des Apothekers im Internet“, „Pharmazeutische Betreuung des geriatrischen Patienten“ und „Inkontinenzberatung in der Apotheke“ angeboten, die großen Anklang fanden.

Abgerundet wurde das Davoser Programm auch in diesem Jahr mit einer berufspolitischen Diskussion am Donnerstagnachmittag, dem Bankenabend am Montag, dem schon traditionellen Konzert am Mittwochabend und der Jazz-Veranstaltung am Donnerstagabend.

 

Unsere Berichte:

  • Was die Niere leistet
    Die Niere ist ein „häufig unterschätztes, jedoch zentrales Organ“...
  • Proteinurie ist Dreh- und Angelpunkt
    Die häufigsten chronischen Nierenerkrankungen sind die diabetische mit 36 Prozent und die hypertensive Nephropathie mit 18 Prozent...
  • Immunsuppressiva bei neuer Niere
    Bei der Abstoßung einer Niere nach Transplantation spielen T-Lymphozyten eine zentrale Rolle...
  • Bei Dialysepatienten Prioritäten setzen
    „Trotz der technischen Möglichkeiten wie der Hämo- und Peritonealdialyse sowie der Nierentransplantation ist die Prognose von Dialysepatienten schlecht“...
  • Das Alter ist entscheidender Faktor
    Die Niere ist eins der am stärksten durchbluteten Organe. Dabei ist die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) abhängig von der renalen Durchblutung...
  • Prostatakarzinom ist häufigster Tumor
    Der Hodentumor sowie das Nierenzell-, Nierenbecken-, Blasen- und Prostatakarzinom sind typische Krebserkrankungen des Urogenitaltrakts...
  • Diuretika im Blickpunkt
    Glomerulus, proximaler Tubulus, Henlesche Schleife, früher und später distaler Tubulus, Sammelrohr – die verschiedenen Diuretika unterscheiden sich durch ihre Angriffspunkte und Wirkmechanismen...
  • Bei Dranginkontinenz Anticholinergika
    Anatomisch betrachtet ist die Blase ein glatter Muskel...
  • Kurzzeittherapie bei Harnwegsinfektionen
    20 bis 30 Prozent der erwachsenen weiblichen Bevölkerung leiden mindestens einmal im Jahr unter einer Dysurie als Begleiterscheinung der akuten Harnblasenentzündung...
  • Inkontinenzberatung ist ein Muss
    „Moderne Inkontinenzartikel sind High Tech Produkte mit raffiniertem Aufbau“...
  • Volkskrankheit benignes Prostatasyndrom
    Hinsichtlich der Anzahl der Betroffenen und Kosten ist das benigne Prostatasyndrom (BPS) eine Volkskrankheit, sagte Professor Dr. Dr. Walter Schunack vom Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin...
  • Phytopharmaka bei BPS
    Auch pflanzliche Arzneimittel haben ihren Stellenwert und ihre Berechtigung in der Therapie des benignen Prostatasyndroms (BPS), da sie gerade in den frühen Stadien irritative und obstruktive Symptome lindern oder beseitigen können...
  • PDE-5-Hemmer haben höchsten Stellenwert
    In Deutschland leiden etwa fünf bis zehn Millionen Männer an einer erektilen Dysfunktion (ED), wie die so genannte Kölner Studie zeigte...
  • Patientengerechte Abgabehinweise
    Die 34. Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer in Davos endete mit einem Novum...
  • Mehr Komfort in der Kontrazeption
    Spezielle Arzneiformen für die Hormon-Behandlung erhöhen den therapeutischen Nutzen des Wirkstoffs...
  • Wirksamkeit von Cimicifuga belegt
    Seitdem die WHI-Studie (Woman´s Health Initiative) und die One-Million-Woman-Study den Nutzen der Hormonersatzsubstitution (HRT) in der Postmenopause infrage gestellt haben, sind viele Frauen verunsichert...

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