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Celesio: Lobbyarbeit in der Hauptstadt

WIRTSCHAFT UND HANDEL

 
Celesio

Lobbyarbeit in der Hauptstadt

Von Uta Grossmann

 

Celesio ist nun auch in der Hauptstadt mit einem Büro vertreten. Zur Eröffnung reiste der gesamte Vorstand nach Berlin: Man will Präsenz zeigen und bietet mit dem Büro eine Plattform für Kommunikation und Austausch »mit allen gesellschaftlichen Gruppen«.

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Das Büro liegt zentral am Bahnhof Friedrichstraße in Mitte, Gesundheitsministerium und Reichstag sind nicht weit. »Wir müssen dort hingehen, wo die Politik ist«, sagte Dr. Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender des Großhandelskonzerns und Apothekenbetreibers mit Sitz in Stuttgart.

 

Zum Büroleiter bestellte Celesio den 32 Jahre alten Max Müller. Eine »hervorragende Wahl«, befand der Vorstandsvorsitzende Dr. Fritz Oesterle in seiner Ansprache zur Büroeröffnung am vergangenen Donnerstag. Müller ist Jurist ohne Abschluss und hat sechs Jahre lang als Politik- und PR-Berater gearbeitet. Unter seinen Kunden waren die Versandapotheke DocMorris und der Hersteller pflanzlicher Arzneimittel Bionorica. DocMorris-Chef Ralf Däinghaus gab Müller zur Büroeröffnung die Ehre. Müller will Kontakte zu Politik, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen pflegen und sich um die Aktivitäten des Unternehmens zur Corporate Social Responsibility (Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch soziales und ökologisches Engagement) kümmern.

 

Das klingt gut und soll das Image des Konzerns polieren. Schließlich ist der europäische Riese, der das hohe Lied des Wettbewerbs singt, selbst vor Konkurrenz nicht gefeit. Den Einstieg der US-amerikanischen Versandapotheke Medco bei der Europa-Apotheek, Venlo, sehen Oesterle und Müller betont gelassen. Celesio habe fast doppelt so viele Mitarbeiter wie Medco, an der Konkurrenzsituation zur Europa-Apotheek ändere sich nichts.


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Beitrag erschienen in Ausgabe 16/2008

 

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