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Nachwuchsgewinnung
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In die AKDA einsteigen – aber wie?

Wer sich beim Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) engagieren möchte, steht oft vor denselben Fragen: Wie funktioniert der Verband? Welche Gremien gibt es? Und vor allem: Wie kann ich selbst mitmachen? Antworten darauf lieferte ein interaktives Seminar beim Jahreskongress des Verbands.
AutorLaura Rudolph
Datum 15.06.2026  18:00 Uhr

Landesverbände als niedrigschwellige Andockstelle

Reisdörfer erläuterte, wie ein Einstieg auf Ebene der Landesverbände der ADKA gelingen kann. Diese böten eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit. Jeder Apothekerkammer-Bezirk in Deutschland bildet räumlich einen Landesverband, der die Mitglieder vor Ort vernetzt und zugleich wichtige Kontakte zu Landesministerien und regionalen Institutionen pflegt.

Der Wunsch, sich einzubringen, Menschen kennenzulernen und über Tellerrand hinauszublicken, habe Reisdörfer motiviert, Verantwortung zu übernehmen. »Ich hatte einfach Lust, mich zu engagieren und zu vernetzen. Dieses Miteinander macht die ADKA aus«, so die Krankenhausapothekerin.

Ihre Aufgaben als Fortbildungsbeauftragte seien vielfältig. Zu den größeren Projekten zähle aktuell die Arbeit am Thema Entlassmanagement. Daneben betreut sie die Fortbildungsreihe »PTA-Praxis Technik Austausch für alle«, eine gemeinsame Initiative der ADKA-Landesverbände NRW, Rheinland Pfalz und Saarland.

Langweilig werde es dabei nicht: »Es gibt immer etwas zu tun.«

Netzwerken jenseits der Kongresse

Ein Beispiel für gelebte Vernetzung außerhalb von Kongressen seien die regelmäßigen Treffen des ADKA-Landesverbands NRW, erklärte Reisdörfer. Die Veranstaltungsreihe »ADKA NRW trifft sich« bringe Kolleginnen und Kollegen in wechselnden Regionen in gemütlicher Atmosphäre zusammen – für fachlichen, aber auch privaten Austausch. Dabei gehe es nicht nur um berufspolitische Themen, sondern auch um die alltäglichen Herausforderungen in Krankenhausapotheken. Mit einem Augenzwinkern bemerkte die Referentin: »Man findet immer einen Leidensgenossen beim Stammtisch.«

Gerade für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger seien solche regionalen Netzwerke eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Fachliche Arbeit in den Ausschüssen

Wie sich Engagement auf Bundesebene gestalten kann, erläuterte anschließend Privatdozentin Dr. Christina König, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, anhand ihrer Erfahrungen in den Ausschüssen der ADKA. Sie gehört beispielsweise dem Ausschuss für »Antiinfektive Therapie« an.

Die Ausschüsse bilden das fachliche Rückgrat des Verbands. Hier entstehen Stellungnahmen, Projekte, Leitlinienbeiträge und wissenschaftliche Initiativen. Die Mitarbeit ermöglicht es, die Entwicklung der Krankenhauspharmazie aktiv mitzugestalten.

König berichtete beim Seminar auch von internationalen Fortbildungsaktivitäten. Anfang Mai habe sie an einer Veranstaltung der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM) in Porto, Portugal, teilgenommen, bei der unter anderem aktuelle Entwicklungen im Bereich Sepsis diskutiert wurden. Solche Erfahrungen zeigen, wie eng die Arbeit in den Fachgremien mit wissenschaftlichem Austausch und internationaler Vernetzung verbunden sein kann.

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