| Laura Rudolph |
| 15.06.2026 18:00 Uhr |
Privatdozentin Dr. Christina König, Laurette Reisdoerfer und Christopher Jürgens (vorne, von links) erläuterten, wie ein Einstieg in die ADKA aussehen kann. / © Avoxa/Matthias Merz
Zahlreiche junge Krankenhausapothekerinnen und -apotheker besuchten das Seminar, das Einblicke in die Verbandsstruktur und die vielfältigen Möglichkeiten zur Mitarbeit gab. Die zentrale Botschaft zog sich dabei durch alle Beiträge: Die ADKA lebt vom Engagement ihrer Mitglieder.
Zu Beginn stellte Geschäftsführer Christopher Jürgens die Struktur der ADKA vor. Dabei wurde deutlich, dass sie mehr als ein Berufsverband ist. Die ADKA vereint berufspolitische Interessenvertretung und wissenschaftliche Fachgesellschaft unter einem Dach. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) ist sie in Leitlinienprojekte eingebunden und vertritt die Perspektive der Krankenhauspharmazie in fachübergreifenden Gremien.
Die Geschichte des Verbands reicht bis ins Jahr 1911 zurück. Damals wurde in Stuttgart die »Vereinigung der Leiter der Anstaltsapotheken für das Deutsche Reich« gegründet. Nach der Auflösung während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Verband 1949 als »Arbeitsgemeinschaft Deutscher Krankenhaus-Apotheker« wiedergegründet – die Abkürzung ADKA wird bis heute weitergeführt.
Dass Krankenhausapotheker bereits seit mehr als einem Jahrhundert auf Zusammenarbeit setzen, sei kein Zufall, betonte Jürgens. Der Gedanke der Vernetzung und des gemeinsamen Handelns habe die Entwicklung des Fachs von Beginn an geprägt. »Die meisten anderen Verbände im Gesundheitswesen gibt es noch nicht so lange«, betonte der Geschäftsführer.
Grundlage der Verbandsarbeit sind Satzung und Verbandsordnung. Höchstes Vereinsorgan ist die Mitgliederversammlung. Das Präsidium wird von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt. Es gibt die strategische Richtung vor und trifft grundlegende Entscheidungen, während die Geschäftsstelle diese Beschlüsse operativ vorbereitet und umsetzt. Zusammen mit den Vorsitzenden der Landesverbände bildet das Präsidium den Bundes- beziehungsweise Gesamtvorstand.
Eine besondere Rolle kommen außerdem dem wissenschaftlichen Beirat und den Ausschüssen der ADKA zu. Durch die Mitgliedschaft in der AWMF ist der Verband frühzeitig in Leitlinienentwicklungen und fachpolitische Prozesse eingebunden. So gelangen auch Gesetzesvorhaben und gesundheitspolitische Entwicklungen frühzeitig in die Diskussion der Krankenhauspharmazie.
Im vergangenen Jahr wurde die Satzung reformiert, informierte Jürgens. »Es war ein langer und teilweise komplexer Weg, aber mit einem sehr guten Ergebnis am Ende.« Zu den Neuerungen zählt unter anderem die Einführung eines Juniorpräsidenten beziehungsweise einer Juniorpräsidentin. Gewählt wurde Laurette Reisdörfer, Apothekenleiterin des Evangelischen Krankenhauses Kalk in Köln und Fortbildungsbeauftragte im Landesverband Nordrhein-Westfalen.