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Blut im Stuhl
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Immer nach der Ursache fahnden

Sichtbares Blut auf dem Stuhl oder dem Toilettenpapier ist meistens alarmierend. Die Ursachen sind aber oft harmlos. Anders ist die Situation bei schwarzem Stuhl. Gastrointestinale Probleme, Nahrungs- oder Arzneimittel können hierfür verantwortlich sein. Das Apothekenpersonal sollte zum Arztbesuch raten.
AutorKontaktBarbara Staufenbiel
Datum 13.03.2025  09:00 Uhr

Für eine gesunde Schleimhaut sorgen

Zum Schutz der gastrointestinalen Schleimhaut vom Mund bis zur Analregion spielen viele Faktoren eine Rolle.

Die Ernährung nach den Regeln der DGE mit ballaststoffreicher Ernährung aus Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Nüssen sowie gesunden pflanzlichen Fetten (Oliven-, Lein-, Raps- oder Walnussöl) ist optimal. Reizstoffe wie Tabak, Alkohol, scharfe Gewürze und stark Gesüßtes sind möglichst zu vermeiden. Günstig ist die Aufnahme einer täglichen Flüssigkeitsmenge von mindestens 1,5 Litern, vorwiegend Wasser oder Tee.

Eine entspannte Mahlzeit mit ausreichendem Kauen der Lebensmittel bereitet den Gastrointestinaltrakt optimal auf die Verdauung vor. Regelmäßige tägliche Bewegung fördert eine gesunde Verdauung. Ebenso kann die Vermeidung von Stress die Verdauungsvorgänge harmonisieren.

Intimwaschmittel, Feuchttücher, Waschlotion oder Toilettenpapier sollten frei von Parabenen, Parfüm oder Zusatzstoffen sein.

Arzneimittel sollte der Patient sachgerecht mit ausreichend viel Flüssigkeit (150 ml) und möglichst mit aufrechtem Oberkörper schlucken. Wichtig sind die von der Krankenkasse empfohlenen Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen.

Die Apotheke kann zu all diesen Faktoren beratend zur Seite stehen. Sie sollte Patienten, die von Blutbeimengungen oder Schwarzfärbung des Stuhls berichten, einen zeitnahen Arztbesuch empfehlen.

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