| Lukas Brockfeld |
| 19.08.2026 14:10 Uhr |
Demnach sind 77 Prozent der Befragten mit der aktuellen Gesundheitspolitik unzufrieden. 2023 sagten das nur 57 Prozent. Als Hauptprobleme im deutschen Gesundheitssystem werden die langen Wartezeiten auf Arzttermine (80 Prozent), Einschränkungen der Leistungen (61 Prozent) und steigende Beiträge (58 Prozent) genannt.
Zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen wünschen sich die Befragten vor allem höhere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt (55 Prozent). Vorschläge wie höhere Beiträge oder die Einführung einer Selbstbeteiligung stoßen mit jeweils 13 Prozent Zustimmung auf deutlich weniger Unterstützung.
Eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze halten 74 Prozent der Befragten für »sehr gut« oder »gut« geeignet. Auch die Einführung einer Abgabe auf zuckergesüßte Getränke zur Mitfinanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung stößt bei 72 Prozent der Befragten auf Zustimmung. Eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik, bei der die Ausgaben im Gesundheitswesen nur so schnell wie die Einnahmen steigen dürfen, wird immerhin von 48 Prozent der Befragten unterstützt.
Deutlich unbeliebter sind die im Spargesetz tatsächlich umgesetzten Maßnahmen. Die Streichung des kostenfreien Hautkrebsscreenings wird nur von 25 Prozent der Befragten unterstützt. Höhere Zuzahlungen, zum Beispiel für Medikamente, stoßen ebenfalls auf 25 Prozent Zustimmung.