| Johanna Hauser |
| 03.11.2026 09:00 Uhr |
Die Teilnehmer der Steroidgruppe zeigten nach vier Wochen eine deutliche klinische Verbesserung. Allerdings traten die Symptome mit der Zeit erneut auf und näherten sich nach 24 Wochen wieder den Ausgangswerten an.
Bei den Teilnehmern, die eine Hydrodissektion erhalten hatten, zeigten sich hingegen anhaltende Verbesserungen der BCTQ- und VAS-Werte. Nach 24 Wochen zeigten in diesen beiden Gruppen 85,7 beziehungsweise 90,5 Prozent der behandelten Handgelenke eine minimal klinisch relevante Differenz auf der BCTQ-Skala, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. In der Steroidinjektionsgruppe wurde bei keinem Handgelenk dieser Grenzwert erreicht.
Die Nervenschwellung in den beiden Hydrodissektionsgruppen reduzierte sich stärker als in der Steroidgruppe: Der Querschnitt des Medianusnervs verringerte sich nach zwölf Wochen um 43 bis 46 Prozent gegenüber 11 Prozent in der Steroidgruppe. Schwerwiegende Komplikationen traten in keiner der Gruppen auf.
Beide Hydrodissektionsgruppen zeigten eine signifikant stärkere und nachhaltigere Verbesserung als die Gruppe mit alleiniger Steroidinjektion. Da sich nach 24 Wochen keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Hydrodissektionsgruppen zeigten, folgern die Autoren, dass die Hydrodissektion selbst den wesentlichen therapeutischen Effekt vermittelt und Kochsalzlösung hierfür ausreichen könnte.
Auch die nur vorübergehende Besserung der Beschwerden durch die Steroidinjektion verwundere nicht. Die entzündungshemmende Wirkung der Corticosteroide könne zwar Symptome reduzieren, die zugrunde liegende Nervenkompression jedoch nicht beheben.
Die Ergebnisse sprechen für einen möglichen Nutzen der ultraschallgestützten Hydrodissektion, müssen aufgrund der kleinen Stichprobe und begrenzten Nachbeobachtungszeit jedoch vorsichtig interpretiert werden.