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ABDA-Talk

Grüne können sich mehr Spielraum für Apotheker vorstellen

E-Rezept bleibt unter seinen Möglichkeiten

Unklar ist Klein-Schmeink offenbar ebenfalls, warum die E-Rezept-App der Gematik den Apothekern solche Kopfschmerzen bereitet. Die staatliche Lösung hierzulande sieht derzeit Schnittstellen zu Drittanbietern vor. Diese ermöglichen es dem Patienten, seine digitale Verordnung in Zukunft bequem per Smartphone direkt an eine Online-Apotheke oder andere Anbieter weiterzuleiten, die womöglich zusätzliche Dienstleistungen anbieten. Overwiening hob hervor, dass die Apotheker nicht verstehen, warum der Weg des E-Rezepts nicht vom Arzt in die Apotheke staatlich so definiert wird, dass keine Öffnungen zu anderen Anbietern oder Applikationen möglich sind. Das Problem war der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden nach eigenen Angaben nicht bewusst. An dieser Stelle müsse man prüfen, wie die Angelegenheit »genau ausgestaltet ist«, so Klein-Schmeink.

Grundsätzlich sieht die Abgeordnete beim E-Rezept Weiterentwicklungsbedarf. Derzeit bleibe es »unter seinen Möglichkeiten«. Sie wünscht sich die digitale Verordnung der Zukunft als eine Art interaktives Tool, das zusätzliche Informationen zu den Arzneimitteln und deren Dosierung liefert sowie über das der Patient bei Bedarf außerdem eine Erinnerungsfunktionen zur regelmäßigen Einnahme einrichten kann.

Was die Grünen im Hinblick auf die Bundestagswahl in der Arzneimittelversorgung planen, können Sie hier nachlesen. Und die gesamte  dritte Folge von »Lass uns reden! – Der ABDA-Talk« finden Sie hier:

 

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