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SMC-B-Ausgabe

Gematik beschließt Kompromiss zur SMC-B-Ausgabe

Kompromiss folgt auf Kammer-Klage

Erst vor etwa zwei Wochen wurde bekannt, dass die Apothekerkammer Berlin gegen diesen Beschluss eine zivilrechtliche Klage eingereicht hatte. Alle anderen Kammern hatten dem Beschluss offiziell widersprochen. Schon vor einem möglichen Urteil scheint nun aber eine Verhandlungslösung gefunden worden sein. Denn: Am gestrigen Mittwoch tagte die Gesellschafterversammlung der Gematik. Bei der Sitzung haben die Gesellschafter den SMC-B-Beschluss aus dem November 2021 laut einer Mitteilung der Gematik erneuert. Konkret haben die Kammern eine Fristverlängerung bekommen und müssen die möglichen Anfragen der (Versand-)Apotheken nach weiteren SMC-B-Karten erst bis Ende Juni dieses Jahres bedienen. Bis dann sollen die Apotheken in die Lage versetzt werden, auch einzelne Organisationseinheiten der Apotheke in der Gematik-App per Telematik-ID abzubilden. Auch Vor-Ort-Apotheken können somit natürlich mehrere SMC-B-Karten beantragen, beispielsweise um die Heimversorgung oder den eigenen Versandhandel mit einer separaten Listung in der E-Rezept-App anzuzeigen.

Nach Informationen der PZ ist der gestern beschlossene Kompromiss allerdings weitreichender als von der Gematik kommuniziert. Konkret hat sich die Standesvertretung offenbar mit einer wichtigen Forderung zur Darstellung der einzelnen Organisationseinheiten in der E-Rezept-App durchgesetzt. Die Kammern hatten moniert, dass es dem Mehrbesitzverbot widersprechen könnte, wenn eine Apotheke acht verschiedene Präsenzen im Apothekenverzeichnis der Gematik-App bekommt. Dem erneuerten Beschluss zufolge soll nun sichergestellt werden, dass bei der Darstellung der Untereinheiten von Apotheken immer auch die Zugehörigkeit zur Hauptapotheke ersichtlich sein muss. Sollte eine Versandapotheke beispielsweise mehrere Webshops betreiben, müssen die Versender auf den App-Präsenzen dieser einzelnen Webshops jeweils klar darstellen, zu welchem Unternehmen sie gehören.

Ob die Apothekerkammer Berlin ihre Klage gegen den ursprünglichen Beschluss aus dem November 2021 aufrecht erhält, ist noch unklar. Kammer-Geschäftsführer Rainer Auerbach erklärte gegenüber der PZ: »Was der neue Beschluss für die Widersprüche aller Kammern und die zivilrechtliche Klage der AK Berlin bedeutet, wird auch in Abstimmung mit dem Rechtsanwalt zu besprechen und von den Kammern zu entscheiden sein.«

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