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Reiseberatung
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Gefahren im Badeurlaub

In den Sommermonaten sind Reisen ans Meer beliebt. Doch einige Risiken können den Spaß am Wasser schnell beeinträchtigen, zum Beispiel der Tritt in eine Muschel oder Kontakt mit Quallen, Sonnenbrand oder eine Ohrentzündung. Auch Selbstüberschätzung und Leichtsinn können zum Verhängnis werden. Beratung in der Apotheke kann helfen und vorbeugen.
AutorKontaktDaniel Finke
Datum 04.06.2023  08:00 Uhr

Sonnenbrand und -stich rasch behandeln

Wenn sich die Haut durch zu intensiven Sonnenkontakt rötet, sollte man sofort ein schattiges Plätzchen aufsuchen und die Haut als Erste-Hilfe-Maßnahme mit feuchten Tüchern kühlen. Zurück im Hotelzimmer dürfen nach dem Abwaschen von Schweiß, Salz, Sand und Sonnenpflegeprodukten spezielle Après-Sun-Produkte aufgetragen werden. Meist handelt es sich um Hydrogele und O/W-Emulsionen, die feuchtigkeitsspendend wirken. Panthenol, Allantoin und Aloe vera wirken zusätzlich beruhigend und entzündungshemmend. Eine erhöhte Trinkmenge kann beim Heilungsprozess helfen.

Kinder sollten sich niemals ohne Kopfbedeckung in der Sonne aufhalten, denn die Gefahr des Sonnenstichs ist in Wassernähe besonders hoch. Egal ob Groß oder Klein: Deuten Anzeichen wie Schwindel oder Kopfschmerzen auf einen Sonnenstich hin, ist ein Schattenplatz aufzusuchen und bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt zu kontaktieren.

Reichlich Flüssigkeit beugt einem Austrocknen vor. Dies gilt nicht nur für Urlauber, die sich permanent am Strand aufhalten, sondern besonders auch für »Wasserratten«, die den Tag mit Schwimmen oder Tauchen verbringen. Verzichten sollte man auf Getränke mit hohem Zuckeranteil oder Alkohol. Mineralwässer, verdünnte Fruchtsäfte und kühle Tees sind zu bevorzugen.

Erkältungsgefahr

Starker Wind ist in Wassernähe keine Besonderheit. Bei längerem Kontakt reagieren Kleinkinder oder Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem oft mit einer Erkältung. Leichte Kleidung schützt nicht nur vor zu viel Sonne, sondern beugt dem Auskühlen und somit einer Erkältung vor.

Nasse Badekleidung sollte sofort gewechselt werden. Besonders Mädchen und Frauen leiden oft an einer Blasenentzündung. Diese Anfälligkeit kann durch nasse Badekleidung verstärkt werden, da die tiefen Temperaturen (durch die Verdunstungskälte) lokale Schutzmaßnahmen des Immunsystems verlangsamen.

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