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Arzneimittel
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Gefälscht oder nur schlechte Qualität?

Die Weltgesundheitsorganisation kennt Arzneimittel schlechter Qualität, die den Spezifikationen der Arzneibücher nicht entsprechen, und gefälschte Arzneimittel, die vorsätzlich und in betrügerischer Absicht verändert wurden. Wie häufig kommt das vor und in welchen Ländern? Welche Gegenmaßnahmen sind sinnvoll?
AutorKontaktUlrike Holzgrabe
Datum 12.11.2023  08:00 Uhr

Konsequenzen für den Patienten

Es gibt nichts, was der Patient oder der Apotheker gegen Arzneimittel von schlechter Qualität tun kann. Hier sind die regulatorischen Behörden aufgerufen, konsequente Audits bei den produzierenden Firmen, insbesondere im asiatischen Raum, durchzuführen. Wie das Beispiel der Nitrosamin-verunreinigten Sartane gezeigt hat, reicht die Qualitätssicherung durch die internationalen Arzneibücher heute nicht mehr aus. Die Sartane hatten Arzneibuchqualität, denn die damals beschriebenen analytischen Methoden konnten die Nitrosamine nicht detektieren.

Apotheker sollten ihre Kunden und Patienten darauf hinweisen, Medikamente grundsätzlich nie auf unsicheren Webseiten, geschweige denn im Darknet zu kaufen. Schon ein Online-Kauf birgt die Gefahr, dass eine Webseite nicht vertrauenswürdig oder gar gehackt ist. Gegen Arzneimittelfälschungen kann man sich am besten schützen, indem man seine Arzneimittel aus sicheren Quellen bezieht, und das ist an erster Stelle die Apotheke vor Ort!

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