| Paulina Kamm |
| 04.11.2026 15:00 Uhr |
Regitz-Zagrosek liefert Einblicke in die Schweizer Versorgung: Forschungsgelder seien bewilligt, Geschlechterspezifität in der Lehre angekommen, man versuche, alle Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen und die Industrie zu erreichen, Kommunikation in die Bevölkerung und die Umsetzung der Maßnahmen funktionieren laut der Kardiologin besser.
Auch ein Blick nach Frankreich lohne sich, so Eva Biringer, die Autorin von »Unversehrt. Frauen und Schmerz«. Anhand des Beispiels der nationalen Endometriose-Strategie zeigt Biringer, dass eine bessere Versorgung politisch angestrebt werden muss: Die Verkürzung der Diagnosezeiten, kostenlose Speicheltests oder die Förderung der Ursachenforschung. Auch warb sie für den Aufbau von strukturierten Behandlungsnetzwerken, multidisziplinäre Zentren für Diagnostik und Therapie, staatlich geförderte Betroffenenorganisationen und eine Verankerung der Endometriose im Medizinstudium, wie sie in Frankreich 2022 veranlasst wurde.