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Asthma bronchiale
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Fokus auf Entzündung und Remission

Die aktuell veröffentlichte Leitlinie zum Asthmabronchiale definiert die Ziele der Pharmakotherapie neu: langfristige Prävention anstelle bloßer Symptomlinderung. Inhalative Glucocorticoide stehen dabei im Zentrum. Therapeutische Antikörper, die selektiv die jeweils dominierenden Entzündungskaskaden hemmen, helfen Patienten mit schwerem Asthma.
AutorKontaktGerd Bendas
Datum 08.06.2023  11:00 Uhr

Allergisches Asthma mit hoher TH2-Zellaktivität

Eine Verschiebung des Differenzierungsgleichgewichts der T-Helferzellen von Typ 1 zu Typ 2 fördert allergische Abwehrreaktionen. Dabei aktivieren die von TH2-Zellen gebildeten Zytokine, insbesondere IL-4 und IL-13, B-Zellen zur verstärkten IgE-Bildung. Durch Blockade von IL-4 und IL-13 kann eine allergische Erkrankung an einem früheren Ansatzpunkt als bei der direkten Hemmung von IgE unterdrückt werden.

Dupilumab (Dupixent®) ist ein humaner Antikörper gegen die identische alpha-Untereinheit der IL-4- sowie IL-13-Rezeptoren und blockiert so beide Zytokine in ihrer Wirkung zur Aktivierung von B-Zellen. Dupilumab erhielt bereits 2017 eine Zulassung zur Therapie der Neurodermitis; seit 2019 steht es auch für Patienten mit Typ-2-Asthma als Add-on-Therapie zur Verfügung, wenn diese nicht ausreichend auf ICS ansprechen. Seit 2022 kann Dupilumab auch für Kinder ab sechs Jahren angewendet werden. Der Antikörper wird in einer Dosierung von 200 oder 300 mg 14-tägig subkutan von den Patienten selbst appliziert.

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