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EMA

EU-Zulassung für Astra-Zeneca-Impfstoff noch im Januar

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA ist zuversichtlich, dass sie bis Ende des Monats eine Zulassungsempfehlung für den vektorbasierten Impfstoff AZD1222 von Astra-Zeneca geben kann. 
PZ
dpa
09.01.2021  15:18 Uhr

Nächste Woche werde der Antrag der Hersteller Astra-Zeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet, teilte EMA-Chefin Emer Cooke am Freitag in Amsterdam mit. Die Behörde habe weitere Daten erhalten. Ende Januar könnte dann eine positive Empfehlung der EMA erfolgen. Anschließend muss die EU-Kommission noch zustimmen, das gilt jedoch als reine Formsache. 

Astra-Zenecas Covid-19-Impfstoff, der ursprünglich von der Universität Oxford entwickelt wurde, wäre nach Biontech und Pfizers mRNA-Vakzine Tozinameran (BNT162b, Comirnaty®) und Modernas mRNA-Impfstoff mRNA-1273»COVID-19 Vaccine Moderna« der dritte zugelassene Impfstoff in der Europäischen Union. Er basiert auf einem Adenovirus, das normalerweise Schimpansen befällt. In Großbritannien hat Astra-Zeneca am 30. Dezember eine Notfallzulassung erhalten, obwohl es Verzögerungen und Pannen bei den Phase-III-Studien gab. Daher wartet die EMA noch weitere Daten ab.

Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt. Der im Vergleich preiswertere Impfstoff kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden. Er kommt ebenfalls im Mehrdosenverhältnis, muss aber nicht wie Comirnaty verdünnt werden.

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