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Telematikinfrastruktur

Erster E-Health-Konnektor zugelassen

Die Gematik hat den ersten E-Health-Konnektor für den Einsatz in der Telematikinfrastruktur zugelassen. Der Konnektor ermöglicht erstmals die Speicherung  von E-Health-Anwendungen, wie Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte.
Julia Endris
19.11.2019
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Der Konnektor »KoCoBox MED+« der CompuGroup Medical (CGM) hat als erster Konnektor die Zulassung von der Gematik erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Box durch ein Software-Update zum E-Health-Konnektor. Bevor dieser bundesweit zur Verfügung stehen kann, sind aber zunächst Feldtests im ersten Quartal 2020 geplant. So soll beispielsweise in einem Gemeinschaftsprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe und der CGM das Notfalldatenmanagement (NFDM) und der elektronische Medikationsplan (EMP) von Ärzten, Apotheken und Patienten im Praxisbetrieb getestet werden. Verlaufen die Testprojekte erfolgreich, sollen die Anwendungen in Kombination mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte (EGK) flächendeckend in der Versorgungspraxis eingeführt werden.

Der E-Health-Konnektor ermöglicht neben dem NFDM und dem EMP auch die Verarbeitung der Qualifizierten elektronische Signatur (QES) und die sogenannte Kommunikation Leistungserbringer (KOM-LE). Diese E-Health-Anwendungen sind laut Gematik der Schlüssel, um die Vernetzung im Gesundheitswesen und die Telematikinfrastruktur TI auszubauen und Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten, aber auch Kliniken und Apotheken sowie Krankenkassen miteinander zu verbinden.

CGM-Vorstand Uwe Eibich  freut sich über die Zulassung und die bevorstehenden Testprojekte. Seien diese erfolgreich abgeschlossen, könnten schon bald mehr als 55.000 Einrichtungen, in denen die KoCoBox MED+ bereits heute im Einsatz ist, ihren Patienten die neuen medizinischen Anwendungen anbieten.

Für den sicheren E-Mail- und Datenaustausch im Gesundheitswesen ist im Rahmen der Anwendung KOM-LE  ein weiterer Feldtest geplant. Die umfangreichen organisatorischen und technischen Vorbereitungen für die beiden Feldtests sind bei der CGM nach eigenen Angaben bereits seit Längerem abgeschlossen.

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