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Impfkampagne

»Erste Erfolge erkennbar«

Ausrottung ist unrealistisch

»Impfen ebnet den Weg aus der Pandemie, es wird aber kein Spaziergang«, sagte Spahn. Gerade die Mutationen machten den Weg besonders steinig. »Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben«, sagte Spahn. Das betonte auch noch einmal der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Professor Dr. Lothar Wieler. »Das Virus wird nicht mehr verschwinden.« Durch Impfungen und Immunität könne man die Krankheitsschwere stark reduzieren und die Pandemie beherrschbar machen, aber man werde das Virus nicht ausgerottet bekommen. »Das ist eine naive Idee«,  so Wieler.

Denn bei SARS-CoV-2 handle es sich um einen zoonotischen Erreger. Darunter werden Pathogen verstanden, die von Wirbeltieren auf den Menschen und umgekehrt vom Menschen auf Wirbeltiere übertragbar sind. »Das Virus kommt aus dem Tierreich und hat dort sehr viele Wirte«, so Wieler. Hierzu zählen etwa Katzenartige, Frettchen oder auch Hamster. Zoonotische Erreger mit so vielen Wirten könne man nicht ausrotten.

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