| Cornelia Dölger |
| 11.06.2026 13:45 Uhr |
Die anstehenden Beratungen rufen auch die ABDA auf den Plan. Die Politik handele widersprüchlich, wenn sie einerseits die Kompetenzen für die Apotheken ausbauen wolle, ihnen aber gleichzeitig neue finanzielle Bürden auferlege, teilt die Standesvertretung mit. »Die Politik will die Apotheken stärken – und nimmt ihnen gleichzeitig wieder Geld weg. Das passt nicht zusammen«, krisitiert ABDA-Präsident Thomas Preis.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist ein um 30 Cent auf 2,07 Euro erhöhter Kassenabschlag vorgesehen. Damit »würde das Apothekenhonorar faktisch abgesenkt« und die vergangene Woche per Verordnung beschlossene stufenweise Fixumserhöhung »konterkariert«, heißt es von der ABDA.
Die Standesvertretung fordert die Politik auf, sich zur Stärkung der Apotheken zu bekennen. Dies sei bereits im Koalitionsvertrag verankert – und dass die Menschen in Deutschland hinter diesem Bekenntnis stünden, verdeutliche einmal mehr die ABDA-Petition, die zu einer solchen Stärkung aufrufe. »Rund 315.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger haben bis heute die Petition gezeichnet – das ist ein unfassbar großer Rückhalt aus der Bevölkerung und zeigt, wie wichtig den Menschen die wohnortnahe Versorgung durch die heilberuflich geführte Apotheke ist«, betonte Preis. Die Stärkung müsse ohne Verzögerung und Abschwächung umgesetzt werden.