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GLP-1-Therapie
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Die Gewichtsabnahme gut begleiten

GLP-1-Therapien gelten als Meilenstein der Adipositas-Behandlung. Gleichzeitig werden sie immer häufiger als vermeintlich einfache Lösung zum Erreichen der Wunschfigur gehandelt. Ernährungswissenschaftler Professor Dr. Martin Smollich vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein erklärt bei der Expopham, warum Inkretinmimetika enormes Potenzial besitzen, ihr Erfolg aber weit mehr erfordert als eine Spritze.
AutorKontaktHanke Huber
Datum 07.09.2026  07:00 Uhr

Muskelmasse gezielt erhalten

Oft wird bei der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten ein wichtiger Punkt vergessen: »Das Ziel ist nicht, Gewicht zu reduzieren, sondern Fettmasse abzubauen und gleichzeitig Muskelmasse bestmöglich zu erhalten«, betont Smollich. Genau deshalb gehe es bei einer erfolgreichen Therapie eben nicht allein um die Zahl auf der Waage. Vielmehr müsse der starke Appetitverlust genutzt werden, um neue Ernährungsgewohnheiten zu etablieren und den Körper gleichzeitig optimal mit Nährstoffen zu versorgen, insbesondere mit Proteinen.

»Proteine haben in dieser Therapie die höchste Priorität«, sagt Smollich. In Kombination mit regelmäßigem Krafttraining – mindestens dreimal pro Woche – können ausreichend Proteine helfen, den Verlust von Muskelmasse zu begrenzen. Muskeln stehen nicht nur für Kraft oder Ästhetik, sondern für Mobilität, Alltagsfunktionalität, Stoffwechselgesundheit und Lebensqualität – gerade auch mit Blick auf das Älterwerden. Deshalb sei Krafttraining die zweite wichtige Säule in der Therapie, betont Smollich.

Mehr als Adipositas-Therapie

Schon jetzt krempeln GLP-1-Rezeptoragonisten die Adipositas-Therapie um. So könnten bariatrische Operationen schon bald nur noch bei sehr speziellen Indikationen zum Einsatz kommen. Die Tragweite geht aber über Adipositas hinaus. So sind Adipositas und Übergewicht eng mit zahlreichen Folgeerkrankungen verbunden – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Fettleber bis hin zu Stoffwechselstörungen. Smollich: »Das ist eine Revolution für die kardiometabolische Gesundheit.«

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