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RKI-Präsident Wieler

»Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Delta-Variante dominiert«

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund 6 Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin.
dpa
PZ
18.06.2021  17:00 Uhr

Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Diese Maßnahmen sollten mindestens bis zum Herbst weitergeführt werden, so Wieler. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. »Das dürfen wir einfach nicht riskieren«, sagte der RKI-Chef. Erst bei vollständigem Impfschutz seien Personen bestmöglich gegen die Variante geschützt. 

Das Beispiel Großbritannien zeige bereits, wie fragil Erfolge in der Pandemiebekämpfung sein könnten. Dort war die 7-Tage-Inzidenz innerhalb weniger Wochen wieder von 20 auf 70 gestiegen. Geplante weitere Lockerungen wurden deshalb verschoben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Deutschland in sieben Tagen sinkt zurzeit bundesweit – auf aktuell 10,3. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung sei aber noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt, betonte Wieler.

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