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Brandverletzt
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Der Weg zurück ins Leben

Nach schweren Verbrennungen ist nichts mehr wie zuvor. Damit möglichst wenig seelische und körperliche Narben zurückbleiben, ist eine interdisziplinäre Behandlung wichtig.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 14.07.2024  08:00 Uhr

Die richtige Anlaufstelle für Schwerverletzte

Ab 5 Prozent verbrannter Körperoberfläche ist es indiziert, den Notruf zu tätigen. Die verletzte Person wird bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut und ein Ersthelfer überprüft regelmäßig die Vitalfunktionen. Da die Haut ihre wärmeisolierende Fähigkeit verloren hat, wird der Patient mit einer Rettungsdecke warmgehalten und am besten in einem vorgewärmten Rettungswagen transportiert.

Bei schwereren Verletzungen ist der Patient in einem spezialisierten Zentrum für Brandverletzte am besten aufgehoben. Das ist zum Beispiel der Fall bei Verbrennungen Grad 2 von 10 Prozent und mehr der Körperoberfläche, Verbrennungen Grad 3, Verbrennungen an Händen, Gesicht oder Genitalien, Verbrennungen durch Elektrizität, einschließlich Blitzschlag, und bei Verätzungen durch Chemikalien.

Eine weitere Indikation für eine Behandlung im Verbrennungszentrum ist ein Inhalationstrauma. Anzeichen dafür sind Verbrennung des Gesichts, versengte Gesichts- und Nasenbehaarung, Ruß im Gesicht oder im Sputum sowie Zeichen der Atemwegsobstruktion.

Die Zentren für Brandverletzte in Deutschland sind bei der Zentralen Anlaufstelle für die Vermittlung von Krankenhausbetten für Schwerbrandverletzte in Hamburg gemeldet und auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (www.verbrennungsmedizin.de) verzeichnet. An der Behandlung sind in den Zentren plastische Chirurgen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Orthopädietechniker und Psychologen beteiligt (1).

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