| 16.09.2026 18:30 Uhr |
Das ADD-Format ist auch dazu gedacht, die Interviewten von ihrer privaten Seite zu zeigen. Was Preis betrifft, so sind seine schönsten Kindheitserinnerungen solche an das Leben mit der Familie und seinen zwei Brüdern. »Wir haben viel zusammen gemacht und halten heute noch zusammen wie Pech und Schwefel.« Familie sei ganz wichtig.
Und warum ist Preis Apotheker geworden, wollte Alexander Müller wissen. Preis, der als Schüler nach eigenen Angaben »ganz okay« war, hatte Chemie und Geografie als Lieblingsfächer. Und weil in der Nachbarschaft eine Apothekerfamilie wohnte, sei er auf die Idee gekommen. In seiner Wehrdienstzeit bei der Luftwaffe flammte auch kurz mal der Gedanke auf, Pilot zu werden. Er habe sich auch »routinemäßig« auf Lehramt beworben, für seine Lieblingsfächer. Aber dann wurde er doch Apotheker. »Und ich bin sehr glücklich in diesem Beruf!«
Beim abschließenden Entweder-oder-Quiz, das am Ende von ADD den Interviewten schnelle Antworten abverlangt, entpuppte sich Preis als Held der Diplomatie: Lieber Apotheker oder ABDA-Präsident? Er sei gerne beides. Frühaufsteher oder Eule? »Kommt darauf an«, so Preis. Bei Terminen stehe er sehr früh auf, so wie heute um 5:30 Uhr für die Aufzeichnung des Frühstücksfernsehens. Am Wochenende schlafe er aber auch gern bis 10 Uhr. Ehrgeiziger beim Tennismatch oder in der ABDA-Vorstandssitzung? »Überall gleich«, so Preis.
»Wer war bislang dein spannendster Gesprächspartner?«, wollte Müller wissen. Auch hier sehr diplomatisch: »Das ist ja in jeder Situation so.« Jetzt habe er beispielsweise einen sehr spannenden Gesprächspartner. Er unterhalte sich gerne mit Ministerinnen und Ministern. Aber er sitze auch sehr gern nach dem Tennis mit seinen Freunden zusammen.
Und wen würde er gern mal treffen oder kennenlernen? »Ich habe ja schon fünf Enkelkinder. Da freue ich mich jedes Mal, sie kennenzulernen.« Obwohl sie in derselben Stadt wohnen, sehe man sich doch eher selten. »Und dann ist es schön, ein Wochenende mit ihnen zu haben.«
Und nach der ABDA-Zeit? Wie wolle er dann rückblickend gesehen werden? Darüber habe er sich noch keine Gedanken gemacht, so Preis. Wichtiger wäre es, wie es ihm dann gehe. Und garantiert gehe es ihm dann sehr gut. »Ich werde mich auch im Ruhestand mit allen gut verstehen.« Das hoffe er. Und das sei doch ein gutes Gefühl.
Noventi-CEO Mark Böhm sprach im Anschluss mit PZ-Chefredakteur Alexander Müller über den Auftritt von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) und den Talk mit ABDA-Präsident Thomas Preis. Die Rechenzentren haben selbst Forderungen an an die Politik – Stichwort Stabilität beim E-Rezept. Das Wrap-up zu ADD Vol. 5 finden Sie auch in unserem Youtube-Kanal.