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Apothekertag
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Das sind die Streitthemen

Der diesjährige Deutsche Apothekertag (DAT) setzt thematisch ein neues Spotlight. Nachdem die Honorarfrage mit der Apothekenreform geklärt ist, stehen nun die Rahmenbedingungen im Fokus. Dabei geht es vor allem um die Einhegung des Versandhandels, Bürokratieabbau und die Etablierung der Apotheke als wichtigen Primärversorger.
AutorKontaktAlexander Müller
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 13.09.2026  08:00 Uhr

To be continued: AAppO novellieren

Der zweite große Block in der Antragsmappe ist dem übergreifenden Thema »Ausbildung und pharmazeutische Kompetenz« gewidmet. Mehrere Anträge befassen sich mit der inzwischen langjährigen Forderung nach einer Novellierung der Approbationsordnung. Zuletzt hatte bereits der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Armin Hofmann, an die Politik appelliert, die

AAppO an die neuen Realitäten des Berufs anzupassen Das Berufsbild der Apothekerinnen und Apotheker habe sich schon durch die Einführung von Impfungen in Apotheken deutlich verändert, mit dem ApoVWG stünden weitere Leistungen in Prävention und Primärversorgung an.

Da viele dieser Entwicklungen, zu denen auch die fortschreitende Digitalisierung und im Speziellen der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zählen, noch nicht im Pharmaziestudium ver­ankert sind, fordert unter anderem die Apothekerkammer Berlin eine Anpassung. Unter anderem soll die »Verankerung der Impfkompetenz« fester Bestandteil des Studiums werden. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe wünscht sich »innovative Lehr- und Prüfungsformate«, die Berliner Kammer einen »PharmD« als freiwillige klinische Zusatzqualifika­tion nach der Approbation, um die patientennahe Kompetenz von Apothekern zu stärken.

Weil sich nicht nur die Anforderungen des Berufs verändert haben, sondern auch die Lebensrealitäten der Studierenden, fordert die Berliner Kammer, dass das Praktische Jahr (PJ) bei Bedarf auch in Teilzeit absolviert werden kann. Denn die Betreuung eigener Kinder, die Pflege Angehöriger oder auch eigene körperliche oder psychische Einschränkungen ließen sich nicht immer mit einer Vollzeitstelle vereinbaren.

Die LAK Hessen nimmt die PTA in den Blick. Deren Ausbildung soll gemeinsam von PTA-Schulen, Apotheken und Kammern weiterentwickelt werden, um den PTA-Beruf an die neuen Anforderungen anzupassen und langfristig attraktiv zu halten. Für Approbierte wünscht sich die Kammer mehr überregionale Fortbildungsformate.

Ein Leitantrag im Block »Digitalisierung« fordert den Gesetzgeber auf, die Digitalisierung im Gesundheitswesen konsequent am Versorgungsbedarf der Menschen auszurichten. Apotheken müssten dabei systematisch eingebunden werden. Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) richtet den Blick nach innen und fordert von der Kollegenschaft, eine umfassende Digitalstrategie zu entwickeln – inklusive KI-Strategie.

Die Einführung des E-Rezepts wird von der Politik als Erfolg gefeiert. Doch Systemausfälle kommen bis heute vor, die Praxen müssen dann auf Papier­rezepte umstellen. Damit soll Schluss sein, fordert die Kammer des Saarlandes. Um Rezeptfälschungen zu begegnen, soll das Muster-16 endgültig verbannt werden. Damit einhergehen müsse eine verlässliche Qualität der elektronischen Verordnung, die auch der Berliner Apothekerverein fordert. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) verlangt gar Schadensersatz bei TI-Ausfällen.

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