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Apothekertag
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Das sind die Streitthemen

Der diesjährige Deutsche Apothekertag (DAT) setzt thematisch ein neues Spotlight. Nachdem die Honorarfrage mit der Apothekenreform geklärt ist, stehen nun die Rahmenbedingungen im Fokus. Dabei geht es vor allem um die Einhegung des Versandhandels, Bürokratieabbau und die Etablierung der Apotheke als wichtigen Primärversorger.
AutorKontaktAlexander Müller
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 13.09.2026  08:00 Uhr

Bürokratiehürden abbauen

Ein weiteres seit Jahren leidiges Thema ist für die Apotheken die überbordende Bürokratie. Zwar gab es im Zuge der Reform entscheidende Anpassungen wie etwa eine Erweiterung von Austauschmöglichkeiten im Fall der Nichtverfügbarkeit und Einschränkung von Nullretaxationen aus formalen Gründen. Doch die Apothekerschaft beklagt weitere zahlreiche Bürokratiehürden, die es abzubauen gilt. Laut einem DAT-Antrag soll die Versorgung und Abrechnung von Hilfsmitteln vereinfacht werden. Künftig sollen die Dokumentation des Warenabverkaufs im Warenwirtschaftssystem oder ein personalisierter Kassenbeleg als Empfangsnachweis ausreichend sein.

Und auch die bislang verpflichtende generelle Übermittlung der Chargenbezeichnung ist ein Kritikpunkt. Sie sollte nur noch anlassbezogen erfolgen müssen, so die Forderung. Die überwiegende Mehrzahl der Chargen werde automatisch beim Scannen des QR-Codes bei Rx-Medikamenten übermittelt, begründen die Antragsteller in

ihrem Leitantrag. Die zahlenmäßig verschwindend geringen Ausnahmen bei Übermittlungsproblemen oder fehlenden Chargennummern rechtfertigten nicht »den riesigen Aufwand, den die Apotheken für die Nachkontrolle und -korrektur betreiben müssen«. Die Chargennummern würden sowieso zudem nur dann benötigt, wenn es zu Regressansprüchen seitens der Krankenkassen komme.

Zu viel Bürokratie beklagen die Apotheker auch beim Thema Impfen. Bislang ist die Dokumentation sehr umständlich und aufwendig, sowohl für die Patienten als auch für die Apotheken. Impfen in öffentlichen Apotheken sei ein wichtiges niedrigschwelliges Präventionsangebot, so die Kammer Nordrhein. Damit es weiter gestärkt werden kann, brauche es kurze, aktuelle und verständliche Formulare. Zudem seien Doppel- und Mehrfachdokumentationen zu vermeiden. Auch sollte eine integrierte digitale Meldung an zuständige Stellen ausreichen (bislang muss zusätzlich auch noch manuell dokumentiert werden). Zudem sollten die Abrechnungen von gesetzlich und privat Versicherten einheitlich und praxistauglich erfolgen können.

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