| Melanie Höhn |
| 30.10.2026 10:30 Uhr |
Neben möglichen Präparaten spielen auch Ernährung und Lebensstil eine Rolle. So könne eine ballaststoffreiche Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Beratung sein. In der Apotheke lasse sich außerdem der Vitamin-D-Status bestimmen und das Ergebnis gemeinsam besprechen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sei die Verlaufskontrolle. Evelyn Rehn empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden, sich nach etwa vier Wochen erneut zu melden. Gemeinsam wird dann besprochen, wie sich die Beschwerden entwickelt haben und ob weitere Schritte sinnvoll sind. Bei anhaltenden oder auffälligen Symptomen bleibe die ärztliche Abklärung unverzichtbar.
Wie wertvoll persönliche Beratung in der Apotheke sein kann, erlebte Evelyn Rehn beispielsweise bei einer jungen Kundin, die über wiederkehrende Harnwegsinfektionen und mehrere vorausgegangene Antibiotikabehandlungen berichtete. Das Gespräch kam auch auf die Darmgesundheit und mögliche unterstützende Maßnahmen.
Für Evelyn Rehn hat diese Begegnung gezeigt, worin die Stärke der Vor-Ort-Apotheke liegt: »Der Patient oder der Kunde muss merken: Da bin ich menschlich betreut.« Gerade angesichts zunehmender Digitalisierung und wirtschaftlicher Herausforderungen sei es wichtig, sich durch persönliche Betreuung und pharmazeutische Kompetenz zu profilieren.
Die Darmfachberatung versteht sie deshalb nicht nur als zusätzliches Angebot, sondern als Beitrag zur Zukunft der Apotheke. Sie ersetze zwar keine ärztliche Behandlung, könne aber Orientierung geben, Fragen aufgreifen und bei Bedarf den Weg zur ärztlichen Abklärung weisen. Für Evelyn Rehn steht fest: Wer sich Zeit für die Anliegen seiner Kundschaft nimmt, stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern auch die Rolle der Apotheke als wohnortnaher Gesundheitsversorger.