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Neue Studien bestätigen

Covid-19 ist definitiv gefährlicher als die Grippe

Bei Covid-19 ist die Komplikations- und Sterberate höher als bei der saisonalen Grippe, zumindest bei Erwachsenen. Das zeigen gleich zwei aktuelle vergleichende Studien aus Frankreich und den USA.
Christina Hohmann-Jeddi
18.12.2020  13:00 Uhr

Jetzt zeigen zwei aktuelle vergleichende Studien ein deutliches Bild. Zum einen hat eine Gruppe französischer Forscher um Professor Dr. Lionel Piroth und Professor Dr. Catherine Quantin von der Universitätsklinik Dijon, Frankreich, die Daten von fast 90.000 hospitalisierten Covid-19-Patienten, die zwischen März und April 2020 erkrankt waren, analysiert. Diese Daten verglichen sie mit fast 46.000 Patienten, die zwischen Dezember 2018 und Ende April 2019 wegen saisonaler Influenza hospitalisiert worden waren. Die Sterberate lag bei den Covid-19-Patienten mit 16,9 Prozent um den Faktor drei höher als bei Influenza mit 5,8 Prozent. Das berichtet das Team im Fachjournal »The Lancet Respiratory Medicine«.

Ein größerer Anteil der Covid-19-Patienten musste intensivmedizinisch betreut werden im Vergleich zu den Influenza-Patienten (16,3 versus 10,8 Prozent). Sie mussten doppelt so häufig beatmet werden und ihr Aufenthalt auf der Intensivstation war doppelt so lang.

Ein etwas anderes Bild zeigte sich bei Kindern und Jugendlichen: Von den Personen unter 18 Jahren mussten deutlich weniger SARS-CoV-2-Positive im Krankenhaus behandelt werden als bei den Influenza-Infizierten. Einmal im Krankenhaus musste ein höherer Prozentsatz der Covid-19-Patienten unter fünf Jahren dagegen intensivmedizinisch betreut werden als bei den Grippepatienten. Die Sterblichkeit war in beiden Gruppen in dieser Altersgruppe gleich und sehr gering, heißt es in der Publikation.

In einer Mitteilung des Journals zur Studie sagt Quantin: »Unsere Studie ist die bislang größte, die die beiden Erkrankungen miteinander vergleicht und sie bestätigt, dass Covid-19 deutlich gefährlicher ist.«

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