| Melanie Höhn |
| 18.06.2026 16:00 Uhr |
Abseits vom politischen Tagesgeschäft verlieh Kammerpräsident Münch auf der gestrigen Versammlung dem Apotheker Ulrich Grosch die Wilhelm-Meissner-Medaille. Sie ist die höchste Auszeichnung der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt und wird für besondere Verdienste um den Berufsstand verliehen. Am 13. Juli 1992 eröffnete Herr Grosch die Apotheke am Hauptbahnhof in Halberstadt. Diese Apotheke führt er bis heute. Im kommenden Jahr kann diese Apotheke auf ihr 35-jähriges Bestehen zurückblicken.
»Wer eine öffentlich Apotheke über einen so langen Zeitraum führt, weiß: Es geht nicht nur um Rezepte, Packungen und Abläufe. Es geht jeden Tag um Menschen, die konkrete Hilfe brauchen. Um Patienten, die Fragen haben. Um Angehörige, die sich Sorgen machen. Um chronisch Erkrankte, die nicht nur ein Arzneimittel benötigen, sondern einen verlässlichen Ansprechpartner. Genau hier liegt ein besonderes Schwergewicht des Wirkens von Ulrich Grosch: Sein langjähriges Engagement für Menschen mit Multipler Sklerose«, führte Münch in seiner Laudatio aus. Für sein Engagement im Bereich MS erhielt Grosch im Jahr 2023 den »Beate-und-Liese-Lotte-Müller-Preis« der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.
Der Apotheker Ulrich Grosch (links) erhielt die Wilhelm-Meissner-Medaille. / © Apothekerkammer Sachsen-Anhalt
Ein weiteres Thema auf der Kammerversammlung war die Apothekerversorgung Niedersachsen. Jens Uwe Sänze, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, berichtete, dass zum 1. Januar 2027 eine Rentenerhöhung beschlossen werden soll. »In welcher Höhe, können wir erst auf den letzten Metern sagen«, so Sänze. Zudem erklärte er, dass das interne Risikomanagement funktioniere. Er könne ausschließen, dass schwerwiegende Probleme wie beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) auch bei der Apothekerversorgung Niedersachsen auftreten könnten. »Wir können Entwarnung für so etwas geben. Diese Art von Ereignissen kann es bei uns nicht geben«, sagte er. Man suche nach Anlagen mit einem »vernünftig ausgeprägten Anlage-Risikoprofil«, so Sänze.