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Klimafolgen
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Bundesweiter Hitzeaktionsplan rückt in den Fokus

Im »heute journal« sprach sich Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) für einen nationalen Aktionsplan gegen Hitze aus. Die Grünen fordern das bereits seit Langem. Unklar bleibt allerdings die Finanzierung, insbesondere für Krankenhäuser und soziale Einrichtungen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 05.08.2026  14:30 Uhr
Nur sieben von 16 Bundesländern haben einen Hitzeaktionsplan

Nur sieben von 16 Bundesländern haben einen Hitzeaktionsplan

Dem Bundesumweltministerium zufolge haben nur sieben der 16 Bundesländer einen landesweiten Hitzeaktionsplan. Zu diesen zählen Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Hessen verfügt beispielsweise über den »Hessischen Hitzeaktionsplan«, der Landesmaßnahmen bündelt und Empfehlungen für die Kommunen enthält. Wie das hessische Gesundheitsministerium auf Anfrage der PZ mitteilt, würde es jedoch einen nationalen Hitzeaktionsplan begrüßen.

In Brandenburg gibt es hingegen keinen landesweiten Aktionsplan gegen Hitze. »Den Umgang damit als nationale Aufgabe zu betrachten, wäre der richtige Weg, um Zuständigkeit und Finanzierung auf gesunde Beine zu stellen«, sagt der brandenburgische Gesundheitsminister René Wilke gegenüber der PZ. Es sei problematisch, dass die Verantwortung aktuell bei den Kommunen liege, »weil dort der Mangel an finanziellen Mitteln derzeit tiefgreifende Maßnahmen behindert und Ressourcen sowie Kompetenz nicht überall gleich stark ausgeprägt sind«.

Die Verantwortung des Einzelnen

»Alle müssen sich an das neue Klima anpassen«, sagte Flasbarth und betonte, dass es sich dabei um eine gesellschaftliche Herausforderung handele. Außerdem warnte er vor denjenigen, die die Klimakrise nicht ernst nehmen: »Die produzieren das Leid von übermorgen.«

Dass die Wirksamkeit von Hitzeaktionsplänen oft vom Engagement von Einzelpersonen abhänge, unterstreicht auch Betül Türkeri, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Urbanistik, gegenüber der Rechercheplattform Correctiv. »Hier braucht es noch mehr Verbindlichkeit und Einheitlichkeit.«

Auch Apotheken können einen Beitrag gegen die Hitze leisten. So können sie als »Hitzeschutzinseln« für die Menschen dienen, wie die Apothekerkammer Nordrhein und »Pharmacists for Future« Anfang des Sommers mitteilten. Oder sie können eine klimasensible Beratung anbieten, wie der Arzt und Gesundheitspolitiker Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) gegenüber der PZ sagte.

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