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Klimafolgen
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Bundesweiter Hitzeaktionsplan rückt in den Fokus

Im »heute journal« sprach sich Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) für einen nationalen Aktionsplan gegen Hitze aus. Die Grünen fordern das bereits seit Langem. Unklar bleibt allerdings die Finanzierung, insbesondere für Krankenhäuser und soziale Einrichtungen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 05.08.2026  14:30 Uhr

Der Sommer ist noch lange nicht zu Ende, und es gab bereits zwei Hitzewellen. In manchen Städten Deutschlands wurden sogar über 40 Grad gemessen. Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge sind in diesem Jahr hierzulande bereits fast 10.000 Menschen an den hohen Temperaturen gestorben. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.

Aufgrund der Klimakrise könnten sich Hitzewellen in Deutschland künftig häufen. Die Opposition fordert bereits seit Längerem einen Aktionsplan gegen die Hitze. Nun macht sich auch Jochen Flasbarth (SPD), Staatssekretär im Umweltministerium, dafür stark. »Die Lektion, die wir aus diesem Sommer gelernt haben, ist: Nächsten Sommer brauchen wir einen nationalen Aktionsplan, der dann alles aus den Ländern zusammenbündelt«, so sein Fazit gegenüber dem Nachrichtenmagazin »heute journal«. »Wir müssen alle zusammen die Ärmel hochkrempeln.«

Klimaanpassung von Krankenhäusern

Doch es gibt einen Haken: die Klimaanpassung von Krankenhäusern. Flasbarth sieht diese in erster Linie als Aufgabe der Krankenhausträger. Dem widerspricht der Gesundheitspolitiker Armin Grau (Bündnis 90/Die Grünen): »Die Bundesländer sind für die Krankenhausinvestitionen zuständig und müssen daher auch Mittel für den Hitzeschutz bereitstellen.« Außerdem würde die Mehrzahl der Krankenhäuser seit Längerem finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen. Auch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde sie weiter schwächen, so der Politiker. »Sie können zusätzliche Investitionen in den Hitzeschutz oft gar nicht selbst tragen.«

In der ZDF-Sendung verteidigte sich Flasbarth. Es sei nicht so, dass die Politik nicht unterstützen wolle. Als Beispiel nannte er das Programm »Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen« des Bundesumweltministeriums. Dieses Programm sei vom Bundesrechnungshof massiv kritisiert worden. Demnach überschreite das Ministerium damit seine Kompetenzen.

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