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Angeboren, aber nicht vererbt

03.12.2013  17:22 Uhr

ABDA / Aus der Natur ist bekannt, dass die Entwicklung von Tieren auch durch Umwelteinflüsse mitbestimmt wird. Auch für den Menschen gilt es mittlerweile als erwiesen, dass nicht nur die Gene das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen.

 

So werden bereits im Mutterleib durch die Ernährung, das Verhalten und den Hormonhaushalt die Grundlagen für spätere Erkrankungen wie Diabetes, kardiovaskuläre Krankheiten oder Adipositas, gelegt. Ursache dieser fetalen Programmierung sind Kompensationsmechanismen des Fetus auf ungünstige Umwelteinflüsse, wie Mangel- oder Überernährung, unnormale hormonelle Zustände, aber auch Stress.

 

Auch der Geburtstermin, die Art der Entbindung und das Geburtsgewicht spielen eine Rolle für die spätere Krankheitsdisposition. So erhöht sich das spätere Risiko für Herzinfarkt, chronisch-obstruktive Lungenkrankheit, Hirnschlag oder Diabetes bei einem Neugeborenen unter 2500 g mit abnehmendem Geburtsgewicht. Dagegen haben übergewichtige Neugeborene mit mehr als 4500 g Geburtsgewicht eine besonders hohe Disposition, an Adipositas und Diabetes zu erkranken.

 

Einen umfassenden Überblick über die fetale Programmierung und die spätere Krankheitsdisposition erhalten Teilnehmer vom 2. bis 7. Februar 2014 auf der 44. Internationalen Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer – Pharmacon – in Davos. Die aktuellen Vorträge und ausführlichen Diskussionen stehen dieses Jahr unter dem Schwerpunktthema »Der junge und der alte Patient«. Zudem wird das Vortragsprogramm durch ein vielseitiges und praxisorientiertes Seminarangebot, unter anderen zur Ernährung in der Schwangerschaft, und die berufspolitische Diskussion über aktuelle berufspolitische Fragen abgerundet.

 

Mit Fortbildung punkten: Neben dem aktuellen Wissen für die Beratung in der Apotheke erhalten die Teilnehmer zusätzlich 40 Punkte im Rahmen des Fortbildungszertifikats, da die Teilnahme am Pharmacon-Kongress von den Landesapothekerkammern anerkannt wird. /

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