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Arzneimitteltherapiesicherheit

Merkblatt für Patienten

07.12.2010  13:09 Uhr

AMK / Um die Sicherheit von Arzneimitteltherapien weiter zu verbessern, haben das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), die ADKA (Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e. V.), die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und weitere Beteiligte ein Merkblatt für Patienten erarbeitet.

Je 100 Exemplare dieser »Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie »werden Mitte Dezember (voraussichtlich ab der 50. Kalenderwoche) vom BMG an alle öffentlichen Apotheken in Deutschland verschickt. Dem Päckchen liegt ein Schreiben an die Apothekerinnen und Apotheker von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler bei, in dem auch auf eine Nachbestellmöglichkeit hingewiesen wird. Der PZ-Druckausgabe ist zusätzlich ein Poster zum Aufhängen in der Apotheke zu entnehmen. Das Patientenmerkblatt mit acht Tipps für Patienten zur Unterstützung einer wirksamen und sicheren Arzneimitteltherapie (siehe Abbildung) steht auch als PDF-Dokument zum Download auf der Homepage des BMG (www.bmg.bund.de/SharedDocs/Standardartikel/DE/AZ/A/Glossar-Arzneimittelsicherheit/arzneimitteltherapiesicherheit-flyer.html) zur Verfügung.

Der Flyer empfiehlt unter anderem Patienten, eine Medikationsliste mit den Namen und Dosierungen aller eingenommen Arzneimittel – vom Arzt verordnete und der Selbstmedikation – zu führen. Diese Liste soll in der Apotheke und in der Arztpraxis vorgelegt werden und helfen, mögliche Risiken einer individuellen Arzneimitteltherapie rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

 

Das Merkblatt ist Teil des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland des BMG. »Der sichere Umgang mit Arzneimitteln ist für eine effiziente und risikoarme Arzneimitteltherapie von zentraler Bedeutung«, sagte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler anlässlich der Verteilung des Merkblatts. Für die Umsetzung des Aktionsplans wurde vom BMG eine Koordinierungsgruppe mit Vertretern der Ärzte, Apotheker und Patienten eingesetzt (www.ap-amts.de).

 

Neben den Maßnahmen, die dazu in Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern getroffen werden, kann eine verstärkte Einbeziehung und Mitarbeit der Patienten die Risiken einer Arzneimitteltherapie vermindern. Mit dem Merkblatt soll den Patienten gezeigt werden, was sie für ihre Sicherheit tun könnten. »Es ergänzt die persönliche Beratung durch Arzt und Apotheker«, erklärte Rösler. Nach Angaben der AMK sind Hauptzielgruppe für den Flyer multimorbide Patienten mit über vier gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln. Da diese Aktion die Sicherheit Ihrer Patienten erhöhen soll und bundesweit in Arztpraxen und Apotheken durchgeführt wird, bittet die AMK, diese Maßnahme zu unterstützen. /

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