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Mehr Patientensicherheit im Alter

27.11.2012
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Von Katja Egermeier / Die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein starten ein Pilotprojekt, um die Arzneimitteltherapie in Alten- und Pflegeheimen nachhaltig zu verbessern. Zentrales Thema ist die patientenindividuelle Umsetzung eines Medikamentenmanagements durch Apotheker.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch relevante Wechselwirkungen, Doppel- und Mehrfachverordnungen sowie potenziell inadäquate Medikation sollen zurückgedrängt werden. Besonders ältere Menschen bekommen oft viele Medikamente verschrieben. Bei der Einnahme von mehr als fünf Arzneimitteln steigt die Gefahr von unerwünschten Wechselwirkungen sprunghaft an.

 

»Wir freuen uns darüber, dass wir einen gemeinsamen Weg mit den Apothekern gefunden haben, um der Übermedikation alter Menschen etwas entgegenzusetzen«, sagte Günther Wälter­mann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Auch Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, lobt die Initiative: »Von der Kooperation geht ein wichtiges Signal aus für die wachsende Bedeutung von besonderen pharmazeutischen Dienstleistungen.«

 

Erste Ergebnisse des Pilotprojektes sind für Ende 2013 vorgesehen. Langfristig soll dieses Modell Teil der Regelversorgung werden. /

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