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Dm

Plus bei Umsatz, Minus bei Pick-up

29.10.2014
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Von Stephanie Schersch, Berlin / Die Drogeriemarktkette Dm hat auch das Geschäftsjahr 2013/2014 mit recht positiven Zahlen abgeschlossen. Im Arzneimittelbereich bekommt das Unternehmen allerdings das Boni-Verbot bei rezeptpflichtigen Präparaten zu spüren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Dm in Deutschland 6,4 Milliarden Euro um – ein Plus von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der Konzern aus Karlsruhe vergangene Woche in Berlin präsentierte. Zweistellige Umsatzsprünge wie in den Jahren zuvor konnte Dm damit zwar nicht erneut verzeichnen. Dennoch sprach Logistik-Chef Christian Bodi von einem neuen Rekordumsatz.

 

Bundesweit ist das Filialnetz um netto 142 Märkte auf insgesamt 1622 Niederlassungen gewachsen. Auch im neuen Geschäftsjahr will Dm weiter expandieren. 170 Neueröffnungen sind geplant. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine Angaben.

 

Deutschland ist der mit Abstand größte Markt für Dm. Daneben ist der Drogerieriese in elf weiteren, vor allem osteuropäischen Ländern mit insgesamt 1442 Filialen vertreten. Um 8,2 Prozent konnte der Gesamtkonzern beim Umsatz auf 8,3 Milliarden Euro zulegen. Inzwischen beschäftigt Dm europaweit mehr als 52 100 Mitarbeiter, davon allein rund 36 200 in Deutschland.

 

Hierzulande bietet Dm den Kunden in mehr als 1500 Filialen einen Pick-up-Service für Arzneimittel an. An speziellen Terminals können sie Medikamente bei einer Versandapotheke bestellen und Rezepte einlösen. Die Präparate werden anschließend zur Abholung in den Dm-Markt oder direkt zum Kunden nach Hause geschickt. Über Jahre hatte die Kette dafür mit der niederländischen Europa Apotheek Venlo zusammengearbeitet. Seit Anfang 2013 ist der deutsche Versender Zur Rose neuer Partner beim Bestell- und Abholservice für Medikamente.

 

Weniger Bestellungen

 

Man sei zufrieden und werde an der Kooperation festhalten, bekräftigte Bodi. Die Zahl der Bestellungen sei im Vergleich zu früher allerdings zurückgegangen. Genauere Angaben wollte Dm auf Nachfrage nicht machen. Hintergrund dieser Entwicklung ist demnach das Boni-Verbot bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Rabatte auf diese Präparate sind in Deutschland strikt verboten. Das gilt spätestens seit Ende 2012 auch für Versandapotheken, die ihre Kunden im Rx-Bereich zuvor häufig mit Preisnachlässen gelockt hatten. Das Bestellen rezeptpflichtiger Arzneimittel über das Internet ist für die Verbraucher daher heute weniger attraktiv. /

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