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Antikörper repariert Myelin

15.10.2007
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Antikörper repariert

PZ / Einen Antikörper, der die Reparatur beschädigter Myelinscheiden anregt, haben Forscher der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, entwickelt. Schäden an Markscheiden, der Isolierung von Axonen, werden normalerweise repariert. Bei Patienten mit multipler Sklerose ist dieser Prozess gestört. Daher suchten Moses Rodriguez und seine Kollegen nach Mitteln, den Reparaturprozess zu intensivieren. Im menschlichen Blutserum fanden sie einen Antikörper, der dies bewirkte. Sie entwickelten daraus den monoklonalen Antikörper rHIgM22, der an Myelin bindet und dort die Remyelinisierung anregt. Im Mäusemodell reichte schon eine einmalige Injektion von 25 µg/kg Körpergewicht aus, berichten die Forscher im »Journal of Neuroscience Research« (Band 85, Seiten 967 bis 976). Die Ergebnisse müssen noch in weiteren Tierversuchen bestätigt werden. Untersuchungen am Menschen sind nicht geplant.

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