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Antibabypille unter Verdacht

29.09.2009
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Antibabypille unter Verdacht

Von Von Daniela Biermann

 

In der Schweiz ist eine junge Frau plötzlich an einer Lungenembolie gestorben. Die schweizerische Arneimittelbehörde Swissmedic überprüft, ob ein Zusammenhang mit der Einnahme eines Drospirenon-haltigen Kontrazeptivums besteht.

 

Die 21-Jährige hatte zehn Monate zuvor ein Rezept für »Yaz« von Bayer Schering Pharma bekommen. Die Pille enthält die Hormone Drospirenon und Ethinyl­estradiol. Swissmedic will bis Ende Oktober alle Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva prüfen. »Thromboembolische Komplikationen sind seltene, aber gut bekannte Komplikationen in Verbindung mit weiblichen Sexualhormonen«, heißt es bei Swissmedic. Das Risiko für Drospirenon sei dem anderer Gestagene ähnlich, meldete das BfArM. Zwischen Januar 2005 und April 2009 wurden der Behörde 49 Fälle venöser Thromboembolien im vermutlichen Zusammenhang mit hormonellen Kontrazeptiva gemeldet. Bayer nehme jede Meldung über mögliche Nebenwirkungen »sehr ernst« und kläre diese sorgfältig in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, heißt es in einer Stellungnahme. Das Risiko für venöse Thrombosen durch weibliche Hormone hängt von persönlichen Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und Familienanamnese ab. Auch Schwangerschaft erhöht das Risiko.

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