Pharmazeutische Zeitung online
Jahresbericht

ABDA berichtet über ihre Aktivitäten

03.09.2013  14:02 Uhr

Von Kathrin Knoll / Der ABDA-Jahresbericht für 2012/13 ist veröffentlicht. Er liegt in gedruckter Form dieser Ausgabe der PZ bei. Er kann aber auch online unter www.abda.de/jahresbericht.html gelesen werden. Auf rund 100 Seiten wird aufgezeigt, welche Themenfelder bearbeitet wurden.

Der Bericht ermöglicht einen Einblick in die zum Teil schwierigen Prozesse, die bis zur Erzielung konkreter Ergebnisse im Zusammenwirken der ehrenamtlichen Gremien, der Mitgliedsorganisationen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schritt für Schritt zu durchlaufen sind. ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz geht in seinem Vorwort auf die wirtschaftliche Situation der Apotheken ein: »Mit Inkrafttreten des Zweiten Arzneimittelrechtsänderungsgesetzes wurde zu Beginn des Jahres 2013 erstmalig nach Einführung des Kombimodells in 2004 die Fixvergütung angehoben.« Dies sei nach nahezu zehn Jahren ein erster kleiner Schritt in die gewünschte Richtung.

Sicherstellung des Apothekennotdienstes

 

»Ein weiterer Schritt hin zu einer besseren Vergütung patientenorientierter Leistungen wurde unter intensiver Begleitung der ABDA Anfang 2013 mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Sicherstellung des Apothekennotdienstes (ANSG) von der Politik vorgelegt. Zielsetzung des Gesetzes ist es, über Notdienstpauschalen die Landapotheken und damit die ländliche Versorgung zu fördern. Hierfür sollen zusätzlich rund 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.« Das ANSG wurde inzwischen beschlossen und der Deutsche Apothekerverband arbeitet aktuell intensiv an seiner Umsetzung.

 

Detailliert gibt der Bericht Auskunft über die »Rechtlichen Rahmenbedingungen«, die »Wirtschaftliche Lage«, die »Beziehungen Apotheken – Krankenkassen« bis hin zu den »Internationalen Beziehungen«. Im Kapitel »Die wirtschaftliche Lage der Apotheken« wird berichtet, dass die Anzahl der Apotheken im Berichtszeitraum auf den niedrigsten Stand seit 1994 sank und im vergangenen Jahr jede Woche sechs Betriebsstätten vom Markt verschwanden. Gleichzeitig stieg jedoch der Anteil qualifizierter Arbeitsplätze, und es gab eine Verschiebung hin zu Personal mit höherer Qualifikation. Auch Gründe für diese Entwicklung werden genannt: »Dies dürfte eine Auswirkung der Rabattverträge sein, die in den Apotheken erhöhte Anforderungen verlangen.« Mit diesem Trend zu noch höherer Qualifikation korrespondiert auch eine Entwicklung, die im Kapitel »Aus-, Fort- und Weiterbildung« dargelegt wird. Mehr als 129 000 Pharmazeuten nahmen im Jahr 2012 an über 2500 Fortbildungsveranstaltungen der Landesapothekerkammern teil. Weiter ist in diesem Kapitel zu lesen, dass bereits 8000 Teilnehmer/innen Fortbildungen zur pharmazeutischen Betreuung von Diabetespatienten absolviert haben. Diese enorme Fortbildungsleistung sei Ausdruck einer hohen Motivation der Mitarbeiterteams der Apotheken.

 

Den motivierten Apothekern Rahmenbedingen zu schaffen, in denen sie sich auf ihre eigentliche Arbeit als Heilberufler konzentrieren können, war auch Ziel der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ABDA. Exemplarisch hierfür sei die Kampagne »Ausgenommen von den Krankenkassen« genannt, die die breite Öffentlichkeit über die komplexen Themen Apothekenvergütung und überhöhte Abschlagsforderungen der Krankenkassen bei gleichzeitigem Anwachsen der Reserven der Krankenassen informierte.

 

Aktivitäten führten zu ersten Erfolgen

 

Eine weitere wichtige Aktion war der Aktionstag »Wir machen den Tag zur Nacht«, in der die Apotheken tagsüber eine Stunde lang nur durch die Notdienstklappen Arzneimittel ausgaben. Diese Aktionen und natürlich die eingangs genannten Aktivitäten der Spitzenorganisationen der Apothekerschaft und deren Mitgliedsorganisationen führten zu ersten Erfolgen, wie der Einführung der Notdienstpauschale und der Anhebung der Fixvergütung. /

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