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Kosmetik

Umsatz steigt, Absatz stagniert

30.08.2017  11:08 Uhr

Von Jennifer Evans / Mit Kosmetik- und Körperpflegeprodukten konnten Apotheken 2016 3,5 Prozent mehr Umsatz erzielen als im Jahr davor. Das geht aus Zahlen des Beratungsunternehmens Quintiles IMS hervor. Der Absatz blieb demnach mit einem Plus von 0,5 Prozent in diesem Bereich weitgehend stabil.

 

Insgesamt beläuft sich das jährliche Marktvolumen von Cremes, Shampoos und Co. in Deutschland über alle Vertriebskanäle hinweg auf 16,2 Milliarden Euro. Davon entfällt den Auswertungen zufolge ein Anteil von 9 Prozent (1,4 Milliarden Euro) auf Apotheken (inklusive Versandhandel).

Folgende Produktgruppen sind demnach besonders gefragt und machen zusammen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus: Spezialpräparate wie Anti-Age- oder Anti-Falten-Mittel (17 Prozent), Gesichtspflege (12 Prozent), Körperpflege für die Familie (9 Prozent), Spezialhaarpflege (9 Prozent) und Sonnenschutzmittel (6 Prozent). Das größte Umsatzwachstum erzielten nach Angaben von Quintiles IMS im Jahr 2016 Präparate zur Insektenabwehr (plus 32 Prozent), Produkte für die Augenpflege (plus 20 Prozent) sowie für die Pflege von Haaren und Nägeln (plus 15 Prozent). Insgesamt zwei Drittel des Umsatzes verteilen sich auf die fünf führenden Hersteller Beiersdorf/Eucerin, Vichy, La Roche Posay, Pierre Fabre Deutschland/Avène und Theiss.

 

In den vergangenen fünf Jahren konnten Versandapotheken im Bereich Kosmetik und Körperpflege an Bedeutung gewinnen und ihren Absatzanteil um 4 Prozentpunkte auf zuletzt 16 Prozent im Jahr 2016 steigern. Gründe dafür sind Quintiles IMS zufolge die Ausweitung des Sortiments bei vielen Versandhändlern sowie Preisvorteile. /

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