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Apotheker helfen

Sauberes Wasser für die Flutopfer in Pakistan

10.08.2010
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Von Gerhard Gensthaler / Wenige Tage nach den ersten Meldungen über die Überschwemmungen in Nordpakistan brachte »Apotheker helfen e. V.« die erste Hilfslieferung auf den Weg. In Zusammenarbeit mit der humanitären Organisation »Hope87«, Wien, wurden Wasserentkeimungstabletten und Cholera-Kits nach Islamabad geschickt.

»Was wir momentan am dringendsten brauchen, ist sauberes Trinkwasser«, sagt Shoaib Haider, Vertreter von Hope87 in Pakistan. In Absprache mit den lokalen Hilfsteams organisierte Apotheker helfen zwei Millionen Wasserentkeimungstabletten und Cholera-Kits zur Versorgung von etwa 10 000 Menschen.

2,2 Tonnen auf sechs Paletten

 

Jedes der standardisierten Cholera-Kits enthält neben oralem Rehydratationssalz, Ringer-Lactat-Lösungen mit Infusionsbestecken und allem Zubehör, Doxycyclin, Erythromycin und Ciprofloxacin auch Wasserentkeimungstabletten, Desinfektionsmittel und Untersuchungshandschuhe in großen Mengen. »Unsere komplette Sendung wiegt 2,2 Tonnen und füllt sechs Paletten«, berichtet Dr. Gerhard Gensthaler, Geschäftsführer von Apotheker helfen. Der Gesamtwert der Sendung betrage knapp 30 000 Euro.

 

Mitarbeiter von Hope87 bringen die Lieferung derzeit zu den Menschen nach Tehsil Charbagh im District Swat. Im Projekt »Rehabilitation of Livelihood« arbeiten vor Ort bereits fünf lokale Teams, denen sich vier weitere anschließen sollen. Neben der Sorge um sauberes Trinkwasser sei die Nahrungsunterstützung jetzt das Gebot der Stunde, erklärt Thomas Benkert, 1. Vorsitzender von Apotheker helfen, die nächste Aktion, die Lieferung von »Emergency Food Ration«. Diese hoch energetischen verzehrsfertigen Riegel enthalten Proteine, Kohlenhydrate und Fett und sind mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Die Menge von drei Paletten à 840 kg reiche aus, um etwa 10 000 Menschen für einige Tage zu ernähren.

 

Nach Angaben pakistanischer Behörden sind aktuell bis zu 15 Millionen Menschen von den Fluten bedroht. Offizielle Stellen melden derzeit rund 1600 Tote. Im District Swat sind die Bewohner den Fluten nahezu ungeschützt ausgeliefert, seit 2009 bei schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Taliban-Rebellen große Teile der Infrastruktur des Tals zerstört wurden.

 

Damals hatte Apotheker helfen gemeinsam mit Hope87 in zwei großen Flüchtlingslagern die Wasserversorgung eingerichtet und sichergestellt. /

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